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Lifestyle
16.03.2021

1 Jahr Corona – das sind die positiven Aspekte

Corona und der Lockdown ziehen viele negative Konsequenzen mit sich – aber trotzdem auch ein paar positive. Bild: Linth24
In der aktuellen Zeit, mit all den Massnahmen und Problemen, kann es schwierig sein, doch noch etwas Gutes darin zu finden. Linth24 hat versucht, der Pandemie einige positive Aspekte abzugewinnen.

Vor genau einem Jahr kam es zum ersten Lockdown in der Schweiz. Linth24 hat sich auf die Suche nach positiven Auswirkungen gemacht und ein paar Lichtblicke gefunden. Um es in den Worten von Monty Python zu sagen: «Always look on the bright side of life».

Digitalisierung

Durch das Home-Schooling oder Home-Office wurde man gewissermassen gezwungen, sich mehr mit der Technik auseinanderzusetzten und zu lernen, damit umzugehen. Viele Menschen wurden vertrauter mit dem eigenen Laptop und seinen Funktionen (Zoom, Screen-Sharing, Online-Referate, etc.). Auch im Home-Schooling werden Dinge wie Online-Learning-Rooms oft gebraucht. Diese Fähigkeiten können auch nach der Pandemie hilfreich bleiben.

Weniger Umweltverschmutzung 

Corona zu danken hat sicherlich das Klima. Durch den Rückgang der Industrie- und Wirtschaftsleistung, der Alltagsmobilität sowie der Reisen mit dem Flieger geht nämlich die Umweltverschmutzung zurück. Vor allem im ersten Lockdown im Frühling 2020 senkte sich der Ausstoss von CO2 in der Schweiz um 17 Prozent. Mittlerweile ist der Ausstoss wieder gestiegen, doch geschätzt wird, dass die Gesamtemissionen in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Jahr immer noch etwa um 4 bis 7 Prozent tiefer liegen könnten.

Innovation und Erfindergeist

Not macht erfinderisch. Da viele Gewerbebetriebe von Corona-Einschränkungen betroffen waren (und sind), mussten sie gezwungenermassen umdenken. So eröffneten Läden Online-Shops oder passten ihr Sortiment an, Gastro-Betriebe stiegen auf Take-Away und Lieferdienste um, etc. Mancherorts können Betriebe mittels Gutschein unterstützt werden, der nach Ende der Pandemie eingelöst werden kann.

Die medizinische Forschung stellte Innovationspotenzial und Leistungsfähigkeit unter Beweis. Innert weniger Monate entwickelten mehrere Pharmafirmen Corona-Impfstoffe, die nach einem beschleunigten Zulassungsverfahren nun produziert, ausgeliefert und eingesetzt werden. Wie lange aber der Weg zu einem Medikament gegen Corona ist, bleibt momentan noch offen.

Freude auf die Schule

Mit der langen Zeit im Home-Schooling haben viele SchülerInnen gemerkt, wie schön es ist, in die Schule zu gehen und viele freuen sich mehr darauf als vorher. Nicht nur der Kontakt mit den Mitschülern fehlte, sondern auch der Unterricht direkt in der Schule mitzuerleben wurde sowohl von Schülern als auch Lehrpersonen vermisst. Viele Schülerinnen und Schüler haben durch die Pandemie eine neue Wertschätzung für die Schule vor Ort entdeckt.

Dankbarer für die kleinen Sachen

Generell wurde ein Grossteil der Menschen viel dankbarer während der Pandemie und man findet grosse Freude an Sachen, die man früher als normal betrachtete. Die Freude war gross, als die Schwimmbäder oder Zoos aufgingen und man sich endlich wieder nicht nur zuhause im Garten bewegen konnte. Vor der Pandemie planten einige Leute aufwändige Freizeitaktivitäten mit ihren Freunden, um einen coolen Tag zu verbringen, währendem man sich heute einfach darüber freut, die Freunde überhaupt sehen zu dürfen und ein bisschen zu plaudern. Diese Freude an den kleinen Sachen gilt es, auch in eine Zeit nach der Pandemie mitzunehmen.

Neue Leidenschaften entdeckt

Während der Pandemie fielen enorm viele Sachen des alltäglichen Lebens ins Wasser und man musste neue Wege finden, sich zu unterhalten. Dabei entdeckten viele Personen eine Leidenschaft, welche sie noch nicht kannten oder vergessen hatten. Viele begannen zu backen oder zu kochen, Andere fingen an, eine neue Sprache zu lernen, wiederum Andere begannen eigene Kleider zu nähen oder zu zeichnen. Auch die gemeinsamen Spiele- und Filmabende mit der Familie erhielten einen Aufschwung. Wiederum andere Menschen begannen sich mit Joggen oder Workouts fit zu halten.

Da an einem Punkt so ziemlich alles ausser Spazieren verboten war, fanden viele Menschen den Weg zur und einen grossen Gefallen an der Natur. Familien, Einzelpersonen und Pärchen gingen öfters wandern oder spazieren und genossen so die frische Luft und das schöne Wetter

Solidarität, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft

Eine Umfrage bei über tausend Schweizer Gemeinden von August 2020 zeigt, dass Corona oft zu mehr Solidarität innerhalb der Gemeinde geführt und für mehr Nähe zur Bevölkerung gesorgt habe. Zudem hätten Gemeindeverwaltungen und -politiker mehr Wertschätzung erfahren.

Ein ähnliches Bild zeigen mehrere Umfragen bei KMU: Hier hätten sich durch die Krisenerfahrung oft der Zusammenhalt und die Solidarität intern verstärkt, ebenso sei das Vertrauen zwischen Führung und Angestellten gewachsen.

Generell stieg die Wertschätzung für «Helden des Alltags» wie das Gesundheitspersonal, die auch während der Pandemie unermüdlich im Einsatz standen. So applaudierten ihnen in besonders betroffenen Ländern wie Italien und Spanien die Menschen von ihren Balkonen. Daneben weckte Corona vor allem zu Beginn auch eine Hilfsbereitschaft – man denke etwa an jene Freiwilligen, die anbieten, für Ältere Einkäufe zu erledigen.

Schweiz als Ferienland (wieder) entdecken

Geschlossene Grenzen, strenge Quarantänevorschriften bei Reisen und ihrerseits von Corona stark betroffene Feriendestinationen zwangen manche, sich im Inland nach Ferien- und Ausflugszielen umzusehen. Nicht Wenige erlebten, was für eine grosse Vielfalt die Schweiz auf engem Raum bietet: Berge, Seen, Natur, Schnee und einiges mehr.

Linth24