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02.04.2021
02.04.2021 07:10 Uhr

Woher kommt eigentlich der Osterhase?

Es gibt verschiedene Theorien, wieso genau ein Hase die Ostereier versteckt. Bild: timminstoday
Dieses Wochenende hoppelt der Osterhase eifrig umher und versteckt die Ostereier. Doch wieso ist es eigentlich ein Hase und nicht ein Huhn? Und woher kommt der Brauch, Ostereier zu suchen?

Ein Hase ist bekanntlich nicht fähig, Eier zu legen. Trotzdem ist es ein Hase, welche zur österlichen Zeit die Eier versteckt. Es gibt mehrere Varianten, wie genau dieser Brauch entstanden sein soll.

Die Ursprünge des Osterhasen

Zum ersten Mal erwähnt wurde der Osterhase im 17. Jahrhundert in einer wissenschaftlichen Arbeit eines Heidelberger Arztes. Ihm zufolge soll der Brauch Osterhasen im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden sein. Dort haben die Erwachsenen angeblich den Osterhasen erfunden, um den Kindern zu erklären, wie die Eier in die Nester kommen, da ein Hase eindeutig flinker ist als ein Huhn und so beim Eierverstecken nie erwischt wird.

Auf Futtersuche

Eine andere Theorie besagt folgendes: Im Frühling kamen die Hasen in die Dörfer und Gärten, auf der Suche nach Futter. Da man sie aufgrund ihrer Scheue kaum sah, wurde den Hasen angehängt, dass sie bei ihren Besuchen die Ostereier mitbringen und verstecken.

Missglücktes Osterbrot

Eine wiederum andere Theorie dreht sich um ein missglücktes Osterbrot. Als Symbol für das christliche Osterfest steht das Lamm, in dessen Form es dann oft verschiedene Gebäcke zu Ostern gab. Einer Legende nach soll ein Osterlamm im Backofen so missglückt sein, dass es am Ende wie ein Hase aussah und daraus kurzerhand der Osterhase entstand.

Zu Ostern hoppelt der fleissige Osterhase durch die Gärten und versteckt farbige Ostereier. Bild: zVg

Ostereiersuche, wieso?

Wer die Eier versteckt ist eine Frage, doch wieso ist es überhaupt ein Brauch, jene zu suchen? Auch hier gibt es unterschiedliche Ansätze, wie die Ostereiersuche zustande kam. 

Zeichen der Fruchtbarkeit

Einer Theorie zufolge ist diese Tradition heidnischen Ursprungs. Denn: Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier verschenkt. Sie gelten von jeher als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der Kirche missfiel dieser Brauch und verbot den Brauch. Die Folge: Die Eier wurden nun heimlich verschenkt, sprich versteckt. Übrigens: Die germanischen Frühlingsgöttin Ostara wurde oft zusammen mit ihrem heiligen Tier, dem Hasen, dargestellt.

Symbol des Neuanfangs

Eine andere Vermutung besagt, dass Christen in früheren Zeiten Ostereier als Symbol für neues Leben verschenkt haben, da das Ei ein Neuanfang symbolisiert. Zudem wurden in der Karwoche, dem Höhepunkt der Fastenzeit, keine Eier gegessen. Weil aber Hühner besonders im Frühling sehr viele Eier legen, hat man sie haltbar gemacht und ab Ostern dann gegessen oder verschenkt. Haltbar machte man sie indem man sie kochte. Hierbei kommt auch der Brauch des Ostereieranmalens hinzu, denn: Um die rohen von den gekochten Eiern zu unterscheiden, wurden Letztere farbig bemalt.

Ei als Zahlungsmittel

Im Mittelalter war der Gründonnerstag außerdem der Tag, an dem die Bauern den Bodenzins an ihre Grundherren abführen mussten. Und das taten sie oft in Form von frischen Eiern. 

Linth24