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Gommiswald
09.03.2021
10.03.2021 08:03 Uhr

Illegale Party in Gommiswald: «Wir haben es durchgezogen!»

Im «Älpli» Gommiswald wurde trotz Polizeieinsatz gefeiert: Laut Veranstaltern keine Party, sondern eine «religiöse Veranstaltung».
Im «Älpli» Gommiswald wurde trotz Polizeieinsatz gefeiert: Laut Veranstaltern keine Party, sondern eine «religiöse Veranstaltung». Bild: zvg
Die illegale Party in Gommiswald wirft hohe Wellen: Rund 90 Personen haben am Samstag gefeiert, trotz Polizeieinsatz. Tatort: Das Bistro «Älpli». Die Wirtin zeigt auch jetzt Entschlossenheit, bereut den Anlass nicht.

Das Bistro «Älpli» in Gommiswald schreibt gerade schweizweit Schlagzeilen: Unzählige Medien berichten über die illegale Party vom vergangenen Samstag, welche trotz Polizeieinsatz durchgeführt wurde. Rund 90 Personen nahmen daran teil.

«Die Polizei hat bereits im Vorfeld von unserem Anlass gehört und uns angewiesen, alles abzusagen», so Wirtin Ramona Kessler gegenüber Linth24. Trotzdem waren sie und Veranstalter S.F. (Name der Redaktion bekannt) nicht bereit, klein beizugeben und zogen den Anlass durch. Ihre Begründung: Es sei keine Party gewesen, sondern eine religiöse Veranstaltung. Und diese seien laut Corona-Regeln nach wie vor erlaubt.

Schwieriger Einsatz

«Eine so grosse Veranstaltung ist mir bisher in der Pandemie nicht bekannt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Ich habe das nicht begriffen. Wie können Corona-Regeln so strikte gebrochen werden, nachdem ein Jahr lang immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurde?»

Es sei eine schwierige Situation gewesen, so Krüsi, der selbst vor Ort war. «Für uns war relativ schnell klar, dass wir die Party nicht auflösen können. Es waren Kinder und Rentner im Restaurant und wir wollten nicht, dass es zu einer Eskalation kommt.»

Bussen und Verzeigung

Alle Teilnehmer müssen laut Kapo mit einer Ordnungsbusse oder gar einer Verzeigung rechnen. 

Über die Hintergründe und was die Veranstalter nun vorhaben – Linth24 bleibt dran...

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