Eschenbach
05.02.2019

GUTE ESCHENBACHER AN RADQUER-WM

Im dänischen Bogense fanden am vergangenen Wochenende die WM-Titelkämpfe statt.

Die gesamte Stadt fieberte mit und war in die Regenbogenfarben gekleidet. Mit dabei vier Fahrer vom VC Eschenbach und zahlreiche Schweizer Fans. Der Parcours und der starke Wind verlangten von den Athleten alles ab.

Im Rennen der U23 Frauen fuhr Nicole Koller ein beeindruckendes Rennen. In den ersten zwei Runden schloss sie mit Erfolg einige Lücken. Danach fand sie sich in der zehnköpfigen Spitzengruppe wieder und übernahm in Runde fünf von sechs sogar die Führung. «Die Übernahme der Führung war aber zu wenig selbstsicher», verzeichnete Koller nach dem Rennen. «In der letzten Runde ging die Post ab, wo ich leider nicht ganz mithalten konnte. Rückblickend bin ich zufrieden mit dem Rennen, taktisch habe ich aber noch Verbesserungspotential», erklärte die am Schluss auf Rang acht platzierte Nicole Koller. Es fehlten acht Sekunden zum Podest. Weltmeisterin wurde die Holländerin Inge van der Heijden.  Als weitere Schweizerin belegte Noemi Rüegg Rang 22.

Kevin Kuhn wird mit Plattfuss gebremst

Kevin Kuhn, ebenfalls in der Kategorie U23 Herren am Start, fuhr während der ersten Rennhälfte in der Spitzengruppe mit. Zwischenzeitlich auf Rang zwei, gefolgt von seinem Schweizer Kollegen Loris Rouiller. Doch im entscheidenden Moment, als angegriffen wurde, hielt sich Kuhn zu weit hinten in der Gruppe auf und verlor den Anschluss. Kurz darauf bremste ihn ein platter Reifen. Am Ziel reichte es zum 14. Rang.  Der Gibswiler erklärte etwas enttäuscht: «Leider konnte ich nach dem Radwechsel keine Plätze mehr gutmachen. Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Leistung, aber natürlich auch etwas enttäuscht, dass ich durch Pech so weit nach hinten zurückfiel». Als U23 Weltmeister liess sich der Engländer Thomas Pidcock feiern. Die weiteren Schweizer belegten als 8. Loris Rouiller, 55. Lois Dufaux.

Dario Lillo mit starkem Auftritt bei den Junioren

Dario Lillo musste sich mit Startplatz 56 zufrieden geben. So war eine Aufholjagd schon zu Beginn vorprogrammiert. Taktisch überlegen, versteckte er sich auf den geraden Streckenabschnitten, um dann auf den technischen Abschnitten anzugreifen. Seine gute Form und sein taktisches Geschick wurde mit Rang 15 belohnt. Dies bedeutet zugleich bester Schweizer bei den U19 Fahrern. Der neue Weltmeister heisst Ben Tulett und kommt aus England. Die weitern Schweizer sind: 19. Kedup Gyagang, 20. Lars Sommer und 47. Timo Müller.

Marcel Wildhaber geschlagen

Beim Hauptrennen, Elite Herren, erwischte Marcel Wildhaber einen guten Start und konnte das horrende Tempo die ersten zwei Runden mithalten. Danach musste er aber abreissen lassen und verlor stetig an Plätzen und beendet das Rennen auf Platz 41. «Ich bin froh, ist die Saison nun zu Ende und dass ich mir eine Pause gönnen kann». Weltmeister wurde der Holländer Mathieu Van der Poel. Die Schweizer belegten die Ränge 22. Simon Zahner, 29. Timon Rüegg und 36. Sevrin Sägesser.

Bericht: Rahel Mischler / Bilder: Beda Wildhaber, vceschenbach.ch