Kanton
05.02.2019

DER WOLF M93 HAT EIN GROSSES JAGDREVIER

«Man muss jederzeit und überall mit Wölfen rechnen», schreibt das zuständige Amt des Kantons St. Gallen und verweist auf den Wolf M93.

Der Wolf, der in Oberriet im Rheintal zwei Schafe gerissen hatte, ist der gleiche wie in Berg TG. Das bestätigen die Resultate der genetischen Analyse durch die Universität Lausanne.

Erstmals in der Schweiz identifiziert wurde der Wolf mit der Kennzeichnung M93 im Oberengadin, nachdem er dort mehrere Schafe gerissen hatte. Ende November 2018 tauchte er in Berg TG auf und tötete mehrere Schafe. Mitte Dezember wurden in Oberriet zwei weitere Schafe gerissen, bei denen das LBC Universität Lausanne ebenfalls M93 als Verursacher identifizierte. Die Proben der in Muolen SG gerissenen Schafe waren bei der Individuenbestimmung nicht interpretierbar. Aufgrund des ähnlichen Verhaltens ist es jedoch wahrscheinlich, dass es ebenfalls M93 war.

Im vergangenen Jahr kam es während der Sömmerungszeit im Kanton St.Gallen zu keinem einzigen Verlust von Nutztieren durch den Wolf. Erst im Dezember geschahen die Risse in Muolen und Oberriet. Ein einzelner Wolf kann sehr grosse Distanzen überwinden und auch ausserhalb der eigentlichen Sömmerungsgebiete unterwegs sein. Man muss jederzeit und überall im Kanton mit Wölfen rechnen.

(OriginalMitteilung, Amt für Natur, Jagd und Fischerei Kanton St. Gallen, Symbolbild)