Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Kultur
11.01.2020
13.01.2020 15:15 Uhr

Gelungener Theater-Konzert-Mix

Mit der Komödie «Huusfründe» hat die Chorgeminschaft Virokantas die Konzertbesucher in Schmerikon voll begeistert.

Wie viele andere Männerchöre haben auch die Chöre in Schmerikon und Bürg-Neuhaus Probleme mit dem Mitgliederschwund. Aber hier war die Auflösung der Vereine war keine Option. Deshalb bildeten die beiden Vereine 2009 eine Chorgemeinschaft ohne Zusammenschluss unter dem Namen Virokantas. Alle zwei Jahre wagen es die rund 30 Sänger ihre Freunde zu einem Gesangs- und Theaterabend einzuladen. Weil der Saal im Hotel «Seehof» Schmerikon nicht genug gross ist, werden jeweils fünf Vorstellungen angeboten. Aldo Gilardoni leitet die Chorgemeinschaft als Dirigent und zugleich als Präsident.

Die Chorleitung verstand es hervorragend Gesang und Theater zu mischen. Die Vorträge «aber bitte mit Sahne», «ich war noch niemals in New York»,«wänn i mol alt bi» oder «wänn eine tannigi Hosä treit», haben sich sehr gut mit dem theatralisch Dargebotenem gemischt.

Die Komödie «Huusfründe» in sechs Bildern wurde durch ein hervorragendes Spielerteam aufgeführt und sorgte für viele Lacher. Zur Story: Die Protagonisten haben ihren 80. Geburtstag bereits hinter sich. Trotzdem waren sie jederzeit bereit für einen neuen Start oder für eine Liebesgeschichte. Wobei Liebe einmal zur seligen Jugendzeit zurückzuführen war. Gefühle rosten nicht! Weder bei Gretli Huber (Susann Kuster), die als Viola Violetta einst Erfolge als Variététänzerin gefeiert hatte und heute pleite ist. Oder bei Dora Gemperli (Lisa Kalberer) die mit Gretli schon zur Schule ging und immer noch Eifersüchtig auf sie ist. 

Da ist auch noch Edith Maria Altdorfer (Cili Gubelmann), von der niemand weiss, was sie in der Mietwohnung eigentlich zu suchen hat. Ihr Benehmen zeigt in Richtung Alzheimer, aber nur bis zur Schlussszene. Für die richtige Konfusion bei den älteren Damen sorgte der attraktive Fredy Studacher (Paul Forrer). Er ist überzeugt, immer noch so attraktiv und gelenkig zu sein, wie vor mehr als fünfzig Jahren. 

Damit das Durcheinander komplett wurde, tauchte auch noch Doras Enkelin (Sibylle Gubser) auf. Mit ihrer Schwangerschaft machte sie den Sorgenkratten voll. Zu allem Übel erscheint der Herr von der Hausverwaltung (Albert Kuster) immer im falschen Moment an der Haustüre. Malika Huber, die Regie führte, präsentierte mit einem eingespielten Team einen erheiternden Abend.

Werner Hofstetter, Linth24