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10.01.2020
11.01.2020 19:46 Uhr

Neujahrsapéro der SVP See-Gaster

Kreispräsident Stefan Wäckerling (l.) mit Oscar Freysinger
Die SVP vom Kreis See-Gaster lud zum Neujahrsapéro und erlebte einen Unterhaltungsabend mit Oscar Freysinger.

Kreispräsident Stefan Wäckerling ist jedes Jahr bemüht, einen interessanten Redner einzuladen. Letztes Jahr kam Roger Köppel und legte dar, wie das Verhältnis zur EU ist und werden könnte, wenn wir uns nicht vorsehen.Dieses Jahr wurden die zahlreichen Teilnehmer im Seehof in Schmerikon wohl mehrheitlich überrascht. Denn man erlebte kein politisches Referat, sondern einen Unterhaltungsabend mit einem ehemaligen Nationalrat, Staatsrat vom Wallis und jetzigen Buchautor, Schauspieler, Kabaretist, Komödiant, Satiriker.

Freysinger begann mit der rhetorischen Frage aus der Politik, wer denn die Schweiz erfunden hätte? Er legte dar, dass früher der Druck aus Afrika einen Stau bewirkte und somit die Alpen entstanden seien. Für die Gründung sei aber der liebe Gott zuständig, der uns etwas geschaffen hatte, zu dem wir Sorge tragen sollten. Natürlich beinhaltete diese Etappe Warnungen und Bedenken gegen eine Auslieferung an die EU.

Nach dem politischen Teil folgte die literarische Etappe. Freysinger hat den Nationalrat verlassen, um Staatsrat (Regierungsrat) im Kanton Wallis zu werden. Doch er wurde abgewählt und wurde nun zum Buchautor und Satiriker. Er wird in diesem Jahr 60 Jahre alt und im Februar erstmals Grossvater. «Ein Unglück kommt selten allein…». Mit seinen poetischen und teils satirischen Texten über Politik, ganz allgemein zum Leben und was uns so bedrückt. Die Asylpolitik («Ein Schweizer muss in den Kosovo auswandern, damit er Schweizer Sozialhilfe bekommt»), die grüne Welle («Die Grünsten sind seit jeher unserer Bauern!»). Er erklärte auch, wie aus Mist der Politik die Freiheit für die Rosen entwickeln kann.

Oscar Freysinger ist überzeugt, dass Lachen befreit. Er selbst freut sich, mit der Sprache zu spielen und den Zuhörern damit Freude zu bereiten. Dies ist ihm an diesem Abend unter tosendem Applaus im gut gefüllten Seehof-Saal in Schmerikon vollauf gelungen. Am Schluss signierte er seine Bücher und nahm noch viele Bestellungen auf.

Zuletzt stellte sich Michael Götte, Gemeindepräsident von Tübach am Bodensee, noch kurz vor und überzeugte die Anwesenden, dass die SVP mit 30 Prozent Wähleranteil und seit 15 Jahren als stärkste Partei im Kanton endlich einen zweiten Sitz im Regierungsrat verdient. Götte ist 40 Jahre alt, Familienvater mit drei Kindern und wurde von den Delegierten des Kantons neben dem bisherigen Stefan Kölliker als Kandidat vorgeschlagen.

Hans Peter Rathgeb, Linth24