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Gemeinden
07.01.2020
25.02.2020 11:38 Uhr

Eigenheim-Traum bleibt teuer

Gemäss dem neusten Report der St.Galler Kantonalbank sind die Preise für Eigentumswohnungen im Linthgebiet weiter gestiegen und für Einfamilienhäuser gleich hoch geblieben.

Das Interesse an Wohneigentum im Linthgebiet ist unverändert gross. Die Preise der gehandelten Eigentumswohnungen lagen im dritten Quartal 2019 (also zwischen Juli und September) um 1.8 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen ist auf dem regionalen Einfamilienhausmarkt eine teilweise Entspannung eingetreten: Nach den beachtlichen Zunahmen in den Transaktionspreisen, die hier noch vor ein paar Jahren beobachtet wurden, hat sich die Dynamik inzwischen abgeschwächt. Angesichts der bereits erreichten Preisniveaus bleibt es für viele Haushalte in dieser Region schwierig, ihren Traum vom Einfamilienhaus zu realisieren.

Die unterschiedlichen Entwicklungen bei Wohnungen und Häusern und dies in den verschiedenen Gemeinden zeigt der Bericht auf, der von den Immobilienspezialisten der Wüest Partner AG für die St.Galler Kantonalbank erarbeitet wurde.

Eigentumswohnungen sind teurer geworden

Nach einem kurzen Zwischenhalt ist Stockwerkeigentum im Linthgebiet jüngst wieder etwas teurer geworden. Im dritten Quartal 2019 verzeichneten die Transaktionspreise ein mittleres Plus von 1.8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Liquidität im Bereich der Eigentumswohnungen bewegt sich hier
mit 5 Prozent am Bestand weiterhin leicht über dem kantonalen Mittel. Und da sich auch der Wohnungsbau wieder intensiviert, dürfte das Angebot weiter anwachsen.

Neue Angebote in RJ, Gommiswald, Uznach und Eschenbach

Gegen Ende 2019 nahm vor allem in Rapperswil-Jona, Gommiswald, Uznach und Eschenbach die Zahl der baubewilligten Wohneinheiten im Stockwerkeigentum deutlich zu. Darunter befinden sich einige grössere gemischt genutzte Überbauungen mit jeweils rund 50 Wohnungen, welche zum Teil bereits in der Vermarktung sind. In Anbetracht der Attraktivität der Region ist eine gute Absorption zu erwarten, auch wenn aktuell mit etwas längeren Vermarktungszeiträumen gerechnet werden muss.

In Schänis bleibt Wohneigentum am günstigsten, in Rapperswil-Jona am teuersten.

Einfamilienhäuser bleiben teuer

Im Segment der Einfamilienhäuser stiegen die Verkaufspreise zuletzt nur noch punktuell an. In Rapperswil-Jona beispielsweise liegt der Preis für ein mittleres, typisches Bestandesobjekt bei hohen 1.7 Millionen Franken und damit in etwa auf dem Vorjahreswert. Auch in Eschenbach stabilisierten sich die Preise bei rund 1.3 Millionen Franken. In Gommiswald, wo ebenfalls ein beachtlicher Teil der Einfamilienhaustransaktionen stattfindet, war ein leichter Rückgang zu beobachten.

Mehr Hausverkäufe in Kaltbrunn, Uznach und Benken

Namhafte Anstiege von zwischen 2 und 5 Prozent verzeichneten hingegen die Gemeinden Kaltbrunn, Uznach und Benken. Der regionale Einfamilienhausmarkt ist wie gehabt von einem geringen Kaufangebot geprägt, und es werden Linthgebiet von einer anhaltend lebhaften Nachfrage auszugehen. Doch angesichts der teilweise hohen dürfte die Zahlungsbereitschaft nicht mehr so stark weiterwachsen wie in vorangegangenen Jahren.

«Im Linthgebiet sind Einfamilienhäuser unverändert knapp und teuer, während der Markt für Eigentumswohnungen wieder anzieht.»
René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost St.Galler Kantonalbank AG
Linth24 / OM