Rapperswil-Jona
11.02.2019

SHORTHAND: BRUCHLANDUND UND HÖHENFLUG

Gespannt war man auf die ersten Auftritte der Rapperswil Jona Lakers nach der Niederlage im Cupfinal gegen den EVZ. Und bereits vorneweg: das Wochenende entwickelte sich für die Fans der Rapperswiler als Berg und Talfahrt der Gefühle.

Am letzten Freitag gastierte mit dem EHCB der aktuelle Tabellenfünfte in der SKB-Arena. Und nahm man die letzten Heimspiele der Lakers als Massstab, so war ein Sieg durchaus realistisch. Gewann man doch von 4 deren 3!

Doch die Hoffnungen wurden jäh zerstört. Die Rapperswil Jona Lakers zogen einen rabenschwarzen Abend ein und das Spiel ging Sprichwörtlich in die Hosen. Nichts passte an diesem Freitag Abend zusammen. Defensiv leistete man sich mehrere Haarsträubende Fehler und lud die Bieler abermals förmlich zum Toreschiessen ein. Auch Offensiv konnten die Rapperswiler nur wenige Glanzpunkte setzten. So setzte es letzten Endes eine schallende 2:6 Ohrfeige ab.

Man spielte vor nur gerade 3600 Fans zeitweise wie ein Absteiger und hatte das Gefühl, die Luft im Team ist draussen. Spiel 1 nach der Cupniederlage gab durchaus Anlass zur Sorge!

Die Chance zur Wiedergutmachung folgte bereits gestern mit dem Auswärtsspiel gegen den HCFG. Doch grosse Hoffnungen durfte man sich nicht machen: gewann Gotteron doch die drei letzten Partien und kämpft um einen Playoffplatz. Zudem kennt man deren Heimstärke und umgekehrt gewannen die Lakers bisher gerade mal 1 Auswärtsspiel. Keine guten Vorzeichen also.

Doch die Rapperswil Jona Lakers bestraften uns Lügen! Von der ersten Sekunde an spielte man äusserst konzentriert in der Defensive und aufsässig. So liess man Gotteron durch ein aggressives Forechecking gar nicht erst ins Spiel kommen. Zudem kamen völlig neue Tugenden bei den Lakers ans Tageslicht: vorne verwertete man die sich bietenden Chancen eiskalt aus! Verwundert rieb man sich beim Blick auf die Anzeigetafel nach 2/3 die Augen: HCFG - Rappi 0-3!Wer im letzten Drittel einen Einbruch der Rapperswiler erwartete, lag falsch! Trotz einer überlangen Drittelspause (man währte sich teilweise mehr im Schwimmbad als in einer Eishalle) spielte man seitens der Rapperswiler weiterhin fokussiert und gewann das Spiel schlussendlich verdient mit 4:1.

Ein Sieg für das Team, den Trainer und die Fans.

Balsam auf die Wunden der angekratzten Rapperswiler Hockeyseele und ein verrücktes  Hockeywochenende nahm ein unerwartet positives Ende für die Lakers. Jetzt heisst es: Moral mitnehmen und sich das Heimrecht im Abstiegsplayoff  gegen den HCD sichern!

Daniel Altorfer