Kanton
13.02.2019

REGIERUNG SPENDIERT 20'000 FRANKEN FÜR FLÜCHTLINGE

Die Regierung des Kantons St.Gallen unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz mit einem Beitrag von 20'000 Franken aus dem Lotteriefonds zugunsten der Nothilfe für Flüchtlinge im Libanon.

Im kommenden März jährt sich der Beginn des syrischen Kriegs zum achten Mal. 11 Mio. Menschen sind auf der Flucht, mindestens eine halbe Million Menschen wurde getötet. Schätzungen gehen von mehr als 1 Mio. Syrerinnen und Syrer aus, die seit ihrer Flucht im Libanon leben. Durch die lange andauernde Krise fehlt Geld an allen Ecken und Enden. Angekündigte Kürzungen der humanitären Hilfe stellen die Versorgung der syrischen Flüchtlinge sowohl in Syrien selber wie auch in den Nachbarländern wie Libanon ernsthaft in Frage.

Damit stehen Unterkünfte und lebenswichtige Güter in nicht genügendem Ausmass zur Verfügung. Viele müssen in improvisierten Zeltlagern unterkommen. Meist sind die Zelte behelfsmässig zusammengebastelt und bieten kaum Schutz vor Kälte, Sturm und Schnee. Der harte Winter verschärft die bereits schwierige Lage zusätzlich. Teile des Libanons versinken im Schnee, andere sind überflutet, die Temperaturen sind unter Null.

Die Nahrungsmittelpakete des Roten Kreuzes sind oft die einzige Unterstützung, welche die Flüchtlinge im Libanon erhalten. Besonders bedürftige Familien erhalten einmal im Monat ein Nahrungsmittelpaket, das 25 Kilo schwer ist. Darin sind Reis, Bohnen, Thunfisch, Öl, Linsen, Tahini, Pasta, Ghee, Tomatenmark, Salz und Zucker im Wert von 26 US-Dollar enthalten. Bis April 2019 enthalten die Pakete im Rahmen der Winterhilfe auch Heizölgutscheine. Das ist dringend nötig, denn Sturm Norma brachte Schnee und tiefste Temperaturen.

Damit das Schweizerische Rote Kreuz seine humanitäre Hilfe im Libanon wahrnehmen kann, ist das Hilfswerk dringend auf Spenden angewiesen. Die Regierung hat 20'000 Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen und bringt damit die Solidarität der St.Galler Bevölkerung mit den asyl- und schutzsuchenden Menschen aus Syrien zum Ausdruck.

(OriginalMitteilung. Autor: Regierungsrat Kanton St. Gallen)