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Kanton
03.01.2021

Das St.Galler Who's who

Das «Who's who» der Ostschweiz porträtiert jährlich über 300 verdiente Persönlichkeiten. Bild: leaderdigital.ch
Das Unternehmermagazin LEADER proträtiert in seinem «Who's who» die wichtigsten Köpfe der Ostschweiz. Linth24 stellt in mehreren Teilen die dort gelisteten Persönlichkeiten aus St. Gallen vor.

2012 hat das Ostschweizer Unternehmermagazin LEADER zum ersten Mal prominente Köpfe der Ostschweiz mit einem eigenen «Who's who» geadelt und darin über hundert Exponenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur, Gastronomie und Sport einer breiten Leserschaft vorgestellt. Damit sollte all jenen Menschen eine Plattform geschaffen werden, die – oft auch im Verborgenen – Grossartiges für die Ostschweiz leisten.

Über dreihundert Persönlichkeiten portraitiert

In der gerade erschienenen neunten Ausgabe des «Who's who der Ostschweiz» werden über dreihundert Persönlichkeiten aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau und beiden Appenzell, die sich um die Ostschweiz besonders verdient gemacht haben, vorgestellt. Sie haben sich durch ihr Wirken wirtschaftlich, politisch, wissenschaftlich, bildungstechnisch oder gastronomisch hervorgetan. Sämtliche bisher porträtierten Ostschweizerinnen und Ostschweizer finden Sie auf dem Onlineportal who-s-who.ch.

Linth24 wird Ihnen in loser Folge die im aktuellen Ostschweizer «Who's who» gelisteten Persönlichkeiten aus der Stadt und dem Grünen Ring vorstellen.

Roman Aepli

Roman Aepli wohnt in St.Gallen und ist Geschäftsführer der Aepli Metallbau AG. Bild: who-s-who.ch

Was 1913 mit der Ein-Mann-Schlosserei von Viktor Aepli in Gossau begann, präsentiert sich heute als eines der grössten Unternehmen der Fassaden- und Metallbaubranche schweizweit. Mit Enkel Roman Aepli ist heute die dritte Generation am Ruder der Aepli Metallbau AG. Der Geschäftsführer, der es laut «Handelszeitung» nicht mag, CEO genannt zu werden, übernahm die Firma 1991 – er war damals erst 29 Jahre alt.

Aepli hat in seiner Ausbildung als Metallbautechniker und in Bauphysik das nötige Know-how erworben. Gegenüber dem LEADER sagte er einst, dass er diese Führungsfunktion gesucht habe. Und er hatte und hat klare Ziele. «Ich bin nicht gerne die Nummer 2», gibt er zu, «Ich will an der Spitze stehen und die Richtung des Unternehmens vorgeben können.» Das tut Roman Aepli nun seit 30 Jahren mit grossem Erfolg.

Aeplis neustes Projekt: Das HSG Learning Center in St.Gallen. Der Unternehmer wird die operative Führung ab dem 1. Januar 2021 in jüngere Hände geben und sich auf die Aufgaben als Verwaltungsratspräsident und die Realisierung des neuen Firmensitzes in der Sommerau konzentrieren.

Roger und Marcel Baumer

Die Firma Hälg Group führen Marcel (links) und Roger Baumer mittlerweile in der vierten Generation. Bild: who-s-who.ch

Die Brüder Roger und Marcel Baumer stehen einem der bedeutendsten schweizerischen Unternehmen der Gebäudetechnik vor, der Hälg Group mit Hauptsitz in St.Gallen. Sie halten wie Pech und Schwefel zusammen und haben erreicht, dass Hälg gleichgesetzt wird mit Zuverlässigkeit und Lösungen für komplexe Probleme. Ihr beruflicher Werdegang ist unterschiedlich, war aber im Rückblick ideal als Sprungbrett für den Einstieg in die Firma, die sie mittlerweile in der vierten Generation führen.

Gemeinsam verfügen Marcel und Roger Baumer über Erfahrungen in allen wichtigen Bereichen der Unternehmensführung: Betriebswirtschaft, Marketing und Verkauf. Diese Fähigkeiten kombinieren die Urenkel des Firmengründers perfekt für alle Herausforderungen der Firmengruppe. Im März 2020 blickte die Hälg Group auf ein erfolgreiches Jahr mit einem Umsatz von 308 Millionen Franken zurück. Ausserdem stieg auch die Anzahl der Beschäftigten auf 1100.

Christine Bolt

2020 wurde Christine Bolt zur Nachfolgerin von Nicolo Paganini gewählt, welcher als Olma-Direktor zurücktrat. Bild: who-s-who.ch

2020 war ein aufregendes Jahr für Christine Bolt: Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen wählte die stellvertretende Leiterin des «St.Galler Tagblatts» zur Nachfolgerin von Nicolo Paganini, der als Olma-Direktor zurücktrat. Ihr erstes Jahr als Olma-Direktorin ist ein besonderders. Denn zum ersten Mal in der St.Galler Geschichte gab es keine Olma oder Offa. Auch viele weitere Messen mussten abgesagt werden. Doch das war kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten. Mit der Messe «Pätch» hat Bolt gemeinsam mit ihrem Team den St.Gallern doch noch ein bisschen Olma vermittelt.

Die Frau bewies Mut, Kreativität und Willenstärke und hat in wenigen Monaten bewiesen, weshalb die Quereinsteigerin die richtige für die Direktions-Stelle war. Bolt schloss nach einer Bankausbildung Weiterbildungen zur Marketingplanerin und Verkaufsleiterin ab. Die 44-Jährige ist verheiratet und lebt in Abwtil. Politisch engagiert sich Bolt bei den FDP Frauen.

Who's who ist der Titel eines Personenlexikons, das im Jahr 1847 vom schottischen Verleger Adam Black in Edinburgh begründet und ab 1849 jährlich vom Verlagshaus A&C Black verlegt wurde. Erstmals 1897 wurden biografische Daten mit alphabetischer Einteilung veröffentlicht. Dieses Lexikon erscheint inzwischen bei Bloomsbery Publishing und ist auch als E-Book erhältlich.

Das «Who's who» der Ostschweiz erscheint seit 2012 unabhängig vom Original im St.Galler Verlagshaus MetroComm AG.

Im übertragenen Sinne wird der Titel Who’s who im Deutschen (wie auch im Englischen) als Begriff verwendet, der eine Gruppe wichtiger oder auf einem Fachgebiet führender Personen bezeichnet; etwa im Journalismus, zum Beispiel: «Die Teilnehmerliste des Kongresses las sich wie ein Who’s who der Herzchirurgie.»

who-s-who.ch