Uznach
03.03.2019

EINE KIRCHE VOLLER FASNÄCHTLER IN UZNACH

Fröhliche Stimmung ist ansteckend. Für Stimmung am Narrengottesdienst in der Stadtkirche Uznach sorgten die illustre Jasspartie, Guggenmusig Einscheller und Schwyzerörgeliklänge.

Die Stadtkirche Uznach hatte in den letzten 16 Jahren noch nie Begegnungsängste mit der Fasnacht. Und auch die 17. Ausgabe, die perfekt von einem Vorbereitungsteam organisiert wurde, fand grossen Anklang bei den vielen Besuchern. Absolut kein Hindernis war die Vorverlegung vom Freitag auf den Schübeldonnerstag. Bevor der Narrengottesdienst begann, sorgte ein Schwyzerörgeli-Duo für Stimmung und Vorfreude. Man erinnerte sich gerne an 2014 zurück, als der SRF-Donnschtig-Jass aus Uznach ausgestrahlt wurde.

Es war nicht ein alltäglicher Abendgottesdienst. Die Orgel blieb stumm. Dafür sorgte die Guggenmusig «Tschäderi Bomm» für Fasnachtsstimmung.  Und statt Predigerworten gab es vier Jassszenen.

Wie am heimeligen Jasstisch lief auch im «Sternen» nicht alles rund. Oft fehlten die Trümpfe und die Spielfreude kühlte sich rasch ab. Da das bekannte Jasslied wegen einer TV-Aufzeichnungspanne ausfiel, sangen die Moderatoren gemeinsam mit den Besuchern «Guete Obig, guete Obig mitenand»

Frau Pfarrer Susanne Hug und Pastoralassistent Markus Frei fanden immer wieder passende Übergang von Spiel zur Besinnung. Durchs ganze Leben kämpfen wir mit Regeln. Zu schaffen machen Ungeduld und Verständnis. Dazu kommt der Geltungsdrang, die Gewinnsucht und Geldgier. Die Jasser mussten miterleben: «Betrügen ist anstrengend». Und doch endete die Jasspartie von Ruth, Köbi, Fritz und Mätt mit einem Gewinnerpaar.

Nach dem heiteren Narrengottesdienst sorgte die Guggenmusig in bewährter Manier für viele schräge Töne auf dem Kirchplatz. Natürlich durfte der beliebte Hexenpunsch nicht ausbleiben und ihn genossen die Fasnächtler sehr.

Das Seelsorgeteam schenkte allen Gottesdienstbesuchern Jasskarten mit «Spiele deine Trümpfe aus». Ein guter Titel für die Selbsthinterfragung.

Werner Hofstetter