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Lifestyle
21.11.2020
21.11.2020 08:26 Uhr

Weihnachtsgeschenk für Linth24-Leser und Interview mit Gabalier

Linth24-Leser können mit einer Weihnachtsbotschaft für Andreas Gabalier 2 Boxen und 3 CDs gewinnen.
Noch bis Montag Mitternacht können Linth24-Leser am Wettbewerb teilnehmen für Weihnachtsbox und CD. Heute feiert Andreas Gabalier seinen 36. Geburtstag und gibt sich im Interview privat wie selten.

«Ich bereue eigentlich nichts», sagt Andreas Gabalier im großen Weihnachtsinterview zu seinem neuen Album «A Volks-Rock 'n' Roll Christmas». Doch der Superstar schlägt auch leisere Töne an – und spricht über Kinderwünsche, das Alleinsein und stille Feiertage.

Wer oder was hat dich dazu inspiriert, dein erstes Volks-Rock 'n' Roll-Christmas-Album aufzunehmen?

Andreas Gabalier: Es war mir schon lange ein Anliegen ein Christmas-Album aufzunehmen, es fehlte in den vergangenen Jahren bloß immer die Zeit. Ich höre selten Radio und genieße es zur Weihnachtszeit besonders, dass in den Innenstädten, in Einkaufsstraßen, in Bars, überall so viele unterschiedliche Weihnachtslieder gespielt werden. Das war meine Inspiration. Und deswegen war es eine Herzensangelegenheit, meine 15 Weihnachts-Favourites neu aufzunehmen und eine Volks-Rock 'n' Roll Christmas-Plate für euch zu produzieren.

Wettbewerb: 2 Boxen, 3 CDs zu gewinnen

Senden Sie Ihre Weihnachtsbotschaft für Andreas Gabalier als Video per Whatsapp an die Linth24-Nummer 079 560 24 24. Oder schicken Sie Ihren Weihnachtsgruss als Foto mit kurzer Text-Legende an wettbewerb@linth24.ch (im Bemerk: Andreas Gabalier).

Teilnahme-Schluss ist Montag 23. November um Mitternacht. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2 Boxen und 3 CDs für die schönsten Weihnachtsbotschaften für Andreas Gabalier: Teilnahmeschluss ist Montag Mitternacht.

Auf «A Volks-Rock'n'Roll Christmas» interpretierst du viele amerikanische Christmas-Klassiker wie «Here comes Santa Claus» oder österreichisches Liedgut wie «S‘mag net hell werd‘n». Was war das Besondere an der Arbeit zu diesem Album?

Die Challenge an diesem Album, das ja vorwiegend aus Coversongs besteht, lag darin, den Nummern meine persönliche Note zu verleihen und ihnen gleichzeitig ihren zeitlosen Charakter zulassen. Sodass man die Platte in zehn, 20, 50, vielleicht auch noch in 100 Jahren anhören wird können. Ich hatte auch einfach großen Respekt vor diesen Songs. Damit mein Englisch in den amerikanischen Liedern nicht steirisch klingt, bekam ich sogar Unterricht bei einem amerikanischen Vocalcoach, das hat wahnsinnig Spaß gemacht. Und auch der Mix mit den österreichischen Liedern, wie «Es ist schon still uman See», ein sehr emotionales Stück, war eine Herausforderung.

Welche Emotionen steigen in dir hoch, wenn du an Weihnachten denkst?

Da ist zum einen eine große Fröhlichkeit in mir, denn der Dezember ist die Zeit, um mit meinen Freunden durch die weihnachtlich geschmückte Grazer Innenstadt zu ziehen, die Stimmung aufzusaugen und mit einem Punsch gemütlich anzustoßen. Außerdem bringt Weihnachten für mich immer ein Gefühl von Zufriedenheit mit sich, weil man das Jahr nach getaner Arbeit im Kreis der Familie ausklingen lassen kann. Und dann ist Weihnachten für mich parallel zu all der Freude und all den Erfolgen auch eine traurige Zeit, in der ich besonders viel an meine kleine Schwester denke, die nicht mehr da ist, und an den Papa.

Hast du eine Lieblings-Weihnachtserinnerung aus deiner Kindheit?

Meine schönste Weihnachtserinnerung geht zurück in die erste Klasse, damals war ich sieben und wünschte mir sehnlichst ein Piratenschiff von Lego. Ins Kuvert mit dem Brief ans Christkind habe ich deshalb das Geld von meinem Geburtstag gepackt, das eigentlich fürs Sparbuch gedacht war. Ich war wahnsinnig gespannt – und dann lag an Heiligabend tatsächlich das große Barracuda Piratenschiff unter dem Christbaum!

Wenn du selbst einmal Kinder hast, welche Weihnachtstradition möchtest du an sie weitergeben?

Leben bedeutet Veränderung und Weiterentwicklung, aber gerade zu Weihnachten sind Traditionen etwas Wunderbares, finde ich. Für den Fall, das ich einmal eine Familie haben sollte, würde ich dasselbe Essen an Heiligabend machen, das es auch immer bei uns zu Hause gibt: Fondue, bei dem man stundenlang beisammensitzt. Der Topf mit der Suppe und dem Fleisch wurde bei uns früher am 25. Dezember immer noch mal aufgewärmt. Das Schöne an diesem Essen ist auch, dass die Mamas, Tanten und Omas nicht so viel Arbeit haben. Die zweite Tradition, die ich an meine Kinder weitergeben würde, sollte ich einmal welche haben: Als wir klein waren, durften wir tagelang nicht ins Wohnzimmer, weil dort ja das Christkind den Christbaum hinbringt. Erst wenn es an Heiligabend das Glöckchen läutete, ging die Tür für uns wieder auf. Das hat es unglaublich aufregend gemacht!

Lass es uns mal mit Songtiteln aus deinem Weihnachtsalbum sagen: «Stille Nacht» oder «Rocking around the Christmas tree» - wie werden deine Weihnachtsfeiertage 2020?

Bei uns wird es eher eine «Stille Nacht» voller Traditionen und Emotionen, aber kombiniert mit lustigen Momenten und Feierstimmung. Weihnachten ist in meiner Familie immer ein großes Fest mit der ganzen Verwandtschaft und vielen Nachbarn – mal sehen, in welchem Rahmen das aufgrund der Corona-Situation dieses Jahr möglich ist. Wir waren nie allein an den Feiertagen, auch nicht als wir unseren Vater und meine kleine Schwester verloren haben. Ich bin froh und dankbar dafür, dass Onkel, Tanten, Cousins, Nachbarn, sie alle auch damals bei uns waren, um uns in diesen wirklich schweren Zeiten ein Weihnachtsfest so schön als eben möglich zu bereiten.

Angesichts der Pandemie war und ist dieses Jahr für uns alle in vielen Lebensbereichen eine Herausforderung. Du hast deine Fans während des Corona-Lockdowns immer wieder via Social Media auf dem Laufenden gehalten und warst super produktiv, aber wie sah es in dir drinnen aus?

Der Lockdown war natürlich auch für mich eine außergewöhnliche Zeit. Einerseits fand ich es gar nicht schlecht, mich nach den vergangenen zehn Jahren ein wenig zurückziehen zu können. Andererseits blutete mir das Herz, weil wir dieses Jahr die groß angekündigten Konzerte nicht spielen durften. Aber wir Volks-Rock 'n' Roller glauben an das Gute, und ich hoffe einfach, dass ich nächstes Jahr wieder auf die Bühne und zu den großen TV-Shows darf, das alles fehlt mir wirklich sehr. Deswegen, meine lieben Fans, hoffe ich, dass wir uns bald wiedersehen!

Die Pandemie hat viele Menschen zum Alleinsein gezwungen. Wie war es für dich, während der Corona-Hochphase allein zu Hause zu sein, hast du dich einsam gefühlt?

Es gab ein paar wenige einsame Momente, in denen ich mich mit Sport abgelenkt habe. Und man mag es kaum glauben: Obwohl während des Lockdowns so viel Zeit fürs Arbeiten war, ist das Christmas-Album erst mit einem Tag Verspätung fertig geworden. Überhaupt ist mir das ganze Jahr 2020 ein bisschen zu schnell verflogen.

Du wirst heute am 21. November 36, deine Eltern hatten in diesem Alter bereits eine Familie gegründet. Wie steht es um deine Lebensplanung?

Die vergangenen zehn Jahren waren zu turbulent, als dass ich mich einer konkreten Familien- oder Lebensplanung hätte widmen können. Da waren zu viele Termine, zu viele Shows und zu viele aufregende Momente. Alles, was kommen soll, auch in familiärer Hinsicht, steht in den Sternen. Außerdem kommt es doch sowieso immer anders als man denkt, oder?

Was war für dich die wichtigste Lehre der vergangenen Jahre?

Ich halte es wie Arnold Schwarzenegger mit seinen «Six Rules for Success» (dt.: Die sechs Regeln des Erfolgs): «Vertrau dir selbst. Brich die Regeln. Hab keinen Angst zu versagen. Ignoriere die Neinsager. Arbeite bis zum Umfallen. Gib etwas zurück.» Aus diesem Moto ziehe ich für mich, dass man mit Leidenschaft und verdammt viel Fleiß ganz viel erreichen kann. Und irgendwann muss man dann abwägen, ob das alles ist im Leben oder ob es doch noch etwas anderes bringen soll. Letzten Endes bin ich froh, dass ich meinen Weg gegangen bin. Ich bereue eigentlich nichts, denn ich kann auf zehn wunderschöne und erfolgreiche Jahre in der Öffentlichkeit zurückblicken.

Und jetzt noch mal zurück zu Weihnachten: Auf deinem neuen Album singst du auch den Kultsong «Last Christmas», in dem es um ein gebrochenes Herz geht, das hoffentlich wieder heilt. Eine Zeile darin lautet: «This year, to save me from tears, I‘ll give it to someone special»… Wem schenkst du dieses Jahr dein Herz?

Ich sag‘s euch ganz ehrlich: Ich freue mich auf Weihnachten, wünsche euch eine schöne Auszeit, und vom Christkinderl wünsche ich mir, dass bald alles wieder gut wird. Und das Herzerl, das muss ein bisschen warten, man kann nicht alles zugleich haben im Leben. Es ist viel, und vor allem viel Schönes passiert, und dieses Jahr gibt‘s für mich an Weihnachten einfach a gut‘s Achtel Wein. Merry Christmas, euer Volks-Rock 'n' Roller!

Linth24