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Rapperswil-Jona
22.12.2019
22.12.2019 21:05 Uhr

Sternsingen begeistert das Publikum

Der Beginn des Sternsingens geht zurück auf das Jahr 1958. Seit der ersten Aufführung geniesst die Veranstaltung riesige Beliebtheit. Das war auch dieses Jahr so.

Was für eine Tradition. Zum 61. Mal wurde am Sonntag Abend das weitum bekannte Rapperswiler Sternsingen durchgeführt. Auch wenn das Wetter dieses Mal nicht ganz ideal war, so zeigte sich Petrus dennoch als Freund der Aufführung. Regnete es noch davor und stürmte leicht danach, so legte das Hudelwetter für die Aufführung eine kurze Pause ein.

 

Fantastische Kulisse

So zogen also die 80 Darstellerinnen und Darsteller in gewohnter Manier durch die Rapperswiler Altstadt. Maria auf dem Esel, Josef zu Fuss, umsäumt von den drei Königen, mitsamt Schafen, Pferden, Eseln und Kamelen – letztere übrigens wie gewohnt vom Knie «zur Verfügung gestellt.»

So eben noch auf der Showbühne, bald aber wieder zurück bei Knie: Die Kamele sind eine Attraktion.

«Es gibt wohl in der ganzen Schweiz keinen so idealen Ort wie der Hauptplatz, um ein solches Sternsingen durchzuführen» schwärmt Regisseur Horst Bodenmann von den örtlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel die Grotte, der Aufstieg oder der Erker. Eine lustige Randbemerkung: Im Mietvertrag der Wohnung steht, dass diese beim Anlass für die Sternsinger zur Verfügung gestellt werden muss.

so verkündige ich die frohe Botschaft...

Rund 30 Minuten dauert jeweils das Spektakel, das Pius Rickenmann Ende der 50er-Jahre für Rapperswil schrieb, und das «für die meisten wohl der wirkliche Beginn der Weihnachtszeit bedeutet,» so Vereinspräsidentin Hildegard Bucher, die die Veranstaltung notabene seit 30 Jahren organisiert und mitgestaltet.

Die meisten Darsteller sind schon viele Jahre dabei. Und jedesmal ist es wieder ein grandioses Erlebnis.
Josef weist den Weg und Maria wird ihm folgen.

Wer übrigens bis kurz vor Schluss noch nicht in den Bann der Weihnachtsaufführung gezogen wurde, dem wurde es aber mit Sicherheit am Schluss ganz warm ums Herz, dann nämlich, als der Chor und das ganze Publikum zusammen «Stille Nacht, heilige Nacht» sang.

"stille Nacht, heilige Nacht.." und das ganze Publikum singt mit.
Hildegard Bucher, Präsidentin und Horst Bodenmann, Regisseur
Rolf Lutz, Linth24