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Eishockey
29.04.2026
29.04.2026 22:07 Uhr

Gottéron träumt vom Titel

Emotionen pur: Julien Sprunger darf nach seinem letzten Heimspiel für Gottéron weiter vom Titel träumen.
Emotionen pur: Julien Sprunger darf nach seinem letzten Heimspiel für Gottéron weiter vom Titel träumen. Bild: Screenshot
Fribourg-Gottéron wehrt den ersten Meisterpuck des HC Davos ab und erzwingt mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung ein siebtes Finalspiel. Jeremi Gerber entscheidet den Thriller in der Overtime.

Julien Sprunger wollte seine Karriere noch nicht beenden. Der 40-jährige Gottéron-Captain kassierte früh eine Strafe, traf wenig später im Powerplay selbst und brachte Fribourg in Führung.

Nach einem missglückten Befreiungsversuch von Davos-Verteidiger Asplund pflückte Sprunger den Puck aus der Luft und hämmerte ihn zum 1:0 ins Netz – sein 514. NL-Tor. Die ausverkaufte BCF Arena stand Kopf. Erstmals in dieser Finalserie gelang dem Heimteam der erste Treffer.

Davos drückt, Berra glänzt

Im zweiten Drittel übernahm Davos zunehmend das Kommando und setzte Fribourg massiv unter Druck. Goalie Reto Berra hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel. Auch ein Timeout von Trainer Roger Rönnberg brachte kurz Ruhe – bemerkenswert: Während der Pause sprach vor allem Sprunger gestenreich auf seine Mitspieler ein.

Gerber sorgt für Showdown

Doch Davos kam zurück: In der 57. Minute prallte der Puck unglücklich von Berra über Enzo Knak zum 1:1 ins Tor.

Die Verlängerung dauerte nur 3:51 Minuten. Nach einem Chaos vor dem Davoser Tor, bei dem Goalie Sandro Aeschlimann am Boden lag, reagierte Jeremi Gerber am schnellsten und schoss Gottéron zum 2:1-Sieg.

Entscheidung am Donnerstag

Damit fällt die Meisterentscheidung am Donnerstag im alles entscheidenden Spiel 7 in Davos.

Telegramm

HC Fribourg-Gottéron – HC Davos 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.

BCF-Arena, Freiburg im Üechtland
9'372 Zuschauer (ausverkauft).

Schiedsrichter: Borga/Kaukokari (FIN); Altmann/Duc.

Tore: 8. Sprunger (Ausschluss Ryfors) 1:0. 57. Knak 1:1. 64. Gerber (Kapla, Wallmark) 2:1.

Strafen: je 4-mal 2 Minuten.

HC Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.

HC Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Ryfors, Tambellini; Waidacher, Asplund, Zadina; Stránský, Corvi, Kessler; Knak, Egli, Parrée; Aebli.

Bemerkungen: HC Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Arola, Ljunggren, Rau und Rattie (überzählige Ausländer), HC Davos ohne Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Lemieux, Claesson, und Taponen (überzählige Ausländer). 28. Timeout HC Fribourg-Gottéron.

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