Der ZSC stürmt in den Halbfinal
Es ist eine Partie, die das Publikum fesselt. Ohne Unterbruch in den ersten sechs Minuten kommt das Spiel in der Cornèr Arena in Schwung – und der ZSC gibt den Takt vor. Lugano ist bemüht, aber fehleranfällig. In der 14. Minute nutzt Balcers ein Geschenk: Malgin umkurvt das Tor, legt zurück, Balcers trifft direkt.
Lugano-Goalie van Pottelberghe hält sonst stark, Hrubec bleibt kaum geprüft. Der ZSC führt nach 20 Minuten verdient 1:0.
Ausgleich und wieder ZSC-Führung
Lugano startet druckvoll ins zweite Drittel und zwingt die ZSC Lions lange in die Defensive. Die Zürcher blocken kompromisslos, doch in Überzahl gleicht Kapari nach Carrick-Pass verdient aus – erst nach Videostudium zählt das 1:1. Die Antwort folgt prompt: Lugano verliert in der neutralen Zone die Scheibe, Denis Malgin sagt Danke und trifft eiskalt zum 2:1. Mit diesem Spielstand geht es in die zweite Pause.
Verzweifelte Luganesi
Und dabei sollte es bleiben. Die ZSC Lions beweisen in Lugano beispielhafte Disziplin und lassen praktisch nichts mehr zu. Die Tessiner drängen mit wachsender Verzweiflung auf den Ausgleich, doch je länger die Partie dauert, desto solider werden die Zürcher.
Meisterliche Lions
Und so geht diese Serie so schnell zu Ende, wie es kaum jemand für möglich gehalten hatte. Und die wichtigste Erkenntnis darf alle Zürcher Eishockey-Fans freuen: Die ZSC Lions haben rechtzeitig meisterliches Niveau erreicht.
Telegramm
HC Lugano – ZSC Lions 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
Cornèr Arena, Porza
6'733 Zuschauer.
Schiedsrichter: Kaukokari (FIN)/Gerber, Stalder/Francey.
Tore: 14. Balcers (Malgin) 0:1. 31. Kupari (Powerplaytor) 1:1. 34. Malgin 1:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen HC Lugano, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Malgin.
HC Lugano: van Pottelberghe; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Henry, Brian Zanetti; Fazzini, Thürkauf, Canonica; Marco Zanetti, Sanford, Sekáč; Simion, Kupari, Emanuelsson; Tanner, Morini, Aleksi Peltonen.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Balcers, Malgin, Schreiber; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Gruber.
Bemerkungen: HC Lugano ohne Schlegel (überzähliger Goalie), Bertaggia (verletzt), Beglieri, Meile (beide überzählig) Perlini und Valk (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Zumbühl (überzähliger Goalie), Andrighetto, Bader (beide verletzt), Oejdemark (überzählig) und Sundström (überzähliger Ausländer). HC Lugano von 58:20 bis 58:34 und ab 58:41 ohne Torhüter.