Rapperswil-Jona
28.11.2019
29.11.2019 10:33 Uhr

Aktive Initianten am Engelplatz

Das Lokalkomitee Rapperswil-Jona ist weiterhin in Aktion für die «Konzernverantwortungsinitiative», die bald zur Abstimmung kommt.

Am vergangenen Samstag führten die Mitglieder des Lokalkomitees Rapperswil-Jona eine Standaktion für die Konzernverantwortungsinitiative durch. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung stimmen ihn sehr positiv, sagt Markus Müller vom Lokalkomitee: «Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne wie Glencore dafür geradestehen sollen, wenn sie das Trinkwasser vergiften oder ganze Landstriche zerstören.»

Ein aktueller Fall brachte in der ganzen Schweiz rund 2‘000 Freiwillige an 350 Standaktionen auf die Strasse: In Cerro de Pasco (Peru) sind Luft, Boden und Wasser mit Schwermetallen vergiftet. Daran Schuld trägt eine riesige Glencore-Mine. Gerade für Kinder hat das dramatische Folgen: Blutarmut, Behinderungen und Lähmungen. Analysen zeigen, dass sich die Bleikonzentration in den letzten Jahren weiter verschlimmerte. Das muss sofort aufhören! Das Lokalkomitee sammelte deshalb am Stand auch Unterschriften für einen Protestbrief an Glencore.

Die Konzernverantwortungsinitiative kommt bald zur Abstimmung. Das Lokalkomitee will die Zeit bis zur Abstimmung weiterhin nutzen, um möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner von Rapperswil-Jona über die Initiative zu informieren. Für Markus Müller ist es unhaltbar, dass es immer noch Konzerne mit Sitz in der Schweiz gibt, die Trinkwasser vergiften, Menschen vertreiben und ganze Landstriche zerstören, ohne dafür geradestehen zu müssen. Die Konzernverantwortungsinitiative schafft endlich verbindliche Regeln, um diesen Machenschaften einen Riegel zu schieben.

Andrés Riera, Rapperswil