Kaltbrunn
24.11.2019
25.11.2019 14:23 Uhr

Jodeln vor vollem Saal

Der Jodlerclub Kaltbrunn begeisterte an seinem traditionellen Heimatabend mit Gesang und einem Laientheater.

Die Freude am Gesang wurde übers Wochenende im Kupfentreff von Anfang bis zum Schluss übermittelt. Jodlerinnen und Jodler sprengten an ihrem Heimatabend den gewohnten Rahmen. Die ersten Lieder wurden noch als Gesamtchor präsentiert. Danach wurden die Jodelvorträge gekonnt in ein Volkstheater eingebaut.

Mit Dirigentin Sandra Brand, die erst seit einem Jahr den Taktstock schwingt, konnte ein neuer Schwung und eine ausgearbeitete Klanggestaltung ausgemacht werden. Der Erfolg ist aber auch verpflichtend, wie Präsident Markus Steiner bei der Begrüssung der Gäste erwähnte.

Die Zuhörer, darunter viele Experten aus befreundeten Jodlerclubs, stellten fest, dass da grosses gesangliches Potential vorhanden ist: Im Gesamtchor, im Duett von Andre Reichmuth und Yves Eichenberger oder mit Sandra Steiner und Sandra Brand. Die Vorträge wurden frisch, konzentriert und textgetreu gesungen.

Die Jodlerinnen Sandra Brand, Julia Hegner und Sandra Steiner brillierten mit ihrer wunderschönen Kopfstimme.

Der Heimatabend wurde nach alter Tradition mit dem Gesamtchor abgeschlossen. Gemeinsam wurde das «Nachtbubelied» von Jost Marty gesungen. Die Chränzlibesucher wünschten eine Zugabe, die sie mit dem «Steimandlilied» bekamen.

Theater um den schwarzen Mann und s’Unglück

Wo das Glück ist, kann man unbekümmert leben. So meinen es auch die Menschen, die sich auf das Waldfest freuten. Die Stimmung trübte sich, nach dem alte Geschichten und Märchen über den «schwarzen Mann» erzählt wurden. Er war von der Gesellschaft an den Rand getrieben worden. Zudem treibt ein Wilderer sein Unwesen.

Da Wild gefrefelt wurde, suchte der Förster bei der Bauerfamilie Marti den Täter. Marti machte sich selber verdächtig, denn sein Gewehr mit den Initialen wurde am Tatort gefunden. Das war aber eine Intrige von Bauer Regli und seinem Sohn, denn sie waren die Täter. Der Taglöhner, Freund von Tochter Lilian wurde von den Reglis in eine Höhle versenkt.

Vater und Sohn glaubten, alles sei nun verwischt, wäre da nicht noch Zacharias eben der «schwarz Maa» gewesen. Er meint, dass da keine Gerechtigkeit im Spiel sei. Wer kann in der verzwickten Lage noch Vertrauen haben? Im Laufe der Aufklärungen agierten die Reglis nochmals.

Dabei musste der Taglöhner sein Leben lassen. Lilian erlitt erneut einen Schock mit dem Knecht Chrigu, der ebenfalls Opfer eines Unfalls wurde. Die Geschichte voller Tragik und Heiterkeit endete mit vielen Erklärungen durch die Hebamme Agatha. So kamen Vater, Zacharias (dä schwarz Maa) und Knecht Chrigu trotzdem noch zusammen. Die 13 Laienspieler sorgten in vier Akten für Spannung, Tragik und Heiterkeit. Hermann Egli, der Regie führte, konnte richtig Stolz sein auf die theatralische Leistung.

Werner Hofstetter, Linth24
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