Kultur
13.11.2019
14.11.2019 05:49 Uhr

Väter und Glücksmomente

Andreas Paragioudakis
Am 22. November gibt es im Generationenhaus Eschenbach den Abend «Von Vätergeschichten und Familienzeiten».

Die Evangelische Kirchgemeinde Uznach und Umgebung und die katholische Seelsorgeeinheit Eschenbach präsentieren auf den Punkt gebrachte Geschichten über Beziehgungsmomente von Mark Riklin und passende Musik von Andreas Paragioudakis: Berührend, humorvoll, spannend.

Der Dädi auf dem Kanapee

Für Soziologe Mark Riklin gibt es viele Bezeichnungen: Depeschenkurier, Hofnarr, Leiter der «Meldestelle für Glücksmomente», Öffentlichkeitshersteller, Hofnarr.

Wenn einer einen Ratgeber für Glückssucher schreiben könnte, dann er. Denn grundsätzlich scheint Riklin stets seine Fühler nach dem greifbaren Glück auszustrecken, oder besser gesagt nach den kleinen lächelnden Wimpernschlägen des Alltags, die unser Leben im optimalen Falle wie eine glänzende Perlenkette durchziehen.

In der Vorbereitung zum Anlass war Riklin, der Vater zweier Mädchen ist, auch auf Stippvisite in Eschenbach, um Geschichten aufzugabeln, einzusaugen, auszugraben und den Kern der Glücksmomente herauszuschälen. Buben und Mädchen, Frauen und Männer erzählten dem Fragesteller persönliche Geschichten aus ihren Familien, über ihre Väter und Grossväter.

Oft sind es die auf den ersten Blick banalsten Dinge, welche bleibende Erinnerungen an Menschen und Momente hinterlassen: ein ausgelassenes Fangis in der Küche, ein lachender Grossvater auf dem Kanapee.

Die Essenz der Erzählungen aus dem Dorf, aber auch Kostproben aus dem „Archiv für Vätergeschichten“ und der «Sammlung Familienzeiten» kann man am 22. November 2019, um 19.30 Uhr, in einer szenischen Lesung hören.

Dazu wird Andreas Paragioudakis, Musik- und Bewegungspädagoge, Multiinstrumentalist und Vater von drei Kindern, berührende Klänge beisteuern und das gesprochene Wort musikalisch untermalten.

 Vielfältiges Vatersein

«Vätergeschichten» gibt es seit 2012. Im Auftrag von FamOS (Familien Ost-Schweiz) und männer.ch bot Mark Riklin anlässlich des 6. Vätertags öffentliche Schreibstuben an, in welchen ihm Männer, Frauen und Kinder Erinnerungen an ihre Väter, Grossväter oder an ihr Vatersein erzählen.

In den folgenden Jahren haben sich nun rund 300 Geschichten angesammelt. Das Projekt verfolgt den Ansatz, Väterlichkeit zu veranschaulichen. Dadurch soll ein Gegenpol zur problemorientierten Darstellung von Väterlichkeit entstehen. Biografische Erinnerungen korrigieren stereotype Bilder, zeigen die Vielfalt von Väterlichkeit und regen an, sich Zeit fürs Vatersein, für Familienmomente und für Rituale zu nehmen.

Kurzinfo

Termin: 22. November, 19.30 Uhr
Ort: Generationenhaus Eschenbach, Kirchackerweg 5 
Eintritt frei
Zum Ausklang des lehrreichen und amüsanten Abends ist das Bistro im Generationenhaus geöffnet.

Gabi Corvi, Schänis
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