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Rapperswil-Jona
12.11.2019

Avenida: VCS St.Gallen sagt JA

Der «Stadtraum Neue Jonastrasse - St.Gallerstrasse» ist die Hauptverbindungsachse West-Ost und bildet die Lebensader «Mobilität» in der Stadt Rapperswil-Jona.

Hier pulsiert der Fuss- und Veloverkehr, der öffentliche Verkehr und der motorisierte Individualverkehr mit täglich 17'000 Fahrzeugen. Das Generationenprojekt «Stadtraum» will diese Hauptverbindungsachse durch eine zeitgemässe Neugestaltung des Strassenraums sicherer und attraktiver machen und so zum verbindenden Stadt- und Lebensraum weiterentwickeln. Der VCS St.Gallen/ Appenzell unterstützt dieses Projekt und empfiehlt am 17. November ein Ja zur Vorlage.

Bedürfnisse von Fuss- Velo- und öffentlichem Verkehr ernst nehmen

Der VCS anerkennt die weitsichtigen und umfangreichen Anstrengungen, die für dieses Projekt unternommen wurden und freut sich insbesondere, dass hier den Interessen des Fuss- und Veloverkehrs und der Busse der nötige Stellenwert beigemessen wird. Klimawandel und Umweltschutz verlangen dringend nach Änderung unserer Mobilitätsgewohnheiten. Ein wichtiger Gelingfaktor dafür sind direkteund sichere Velowege und attraktive Busverbindungen. 

Die fast durchgehende kombinierte Velo-Busspur ist zwar nicht die Wunschlösung für Velo und Bus aber die bestmögliche in diesem engen Strassenraum und eine deutliche Verbesserung gegenüber heute. Weitere Verbesserungen für die Velofahrenden oder Tempo 30 für weniger «stop and go» können auch im Laufe des langjährigen Realisierungsprozesses noch aufgenommen werden, um die faire Koexistenz aller Verkehrsteilnehmenden zu fördern.

VCS-Präsident und Kantonsrat Ruedi Blumer hält fest: «Wichtig und richtig ist die Fahrbahnhaltestelle beim Kulturzentrum Kreuz sowohl für die Behindertengleichstellung wie für die Fahrplanstabilität, weil der Bus dadurch kaum mehr im Stau steht. Die Ampelanlagen bei den Zebrastreifen müssen fussgängerfreundlich eingestellt werden. Eine Verkürzung der Wartezeit und genügend Querungszeit kann auch durch oranges Blinken erreicht werden.» Bäume für Klima- und Aufenthaltsqualität Der VCS begrüsst auch die Gestaltung mit Bäumen und Grünflächen. Geeignete, ausgewachsene Bäume haben einen positiven Einfluss auf das Mikroklima, kühlen und reinigen die Luft, spenden Schatten, erhöhen die Aufenthaltsqualität und prägen das Bild des Stadtteiles positiv. Die klimabewusste Strassenraumgestaltung wird zu einer Zunahme des Fuss-, Velo- und Busverkehrs führen und gleichzeitig dürfte der MIV abnehmen.

Stadt und Kanton verdienen das Vertrauen der Stimmberechtigen in dieses Langzeitprojekt. Der VCS hofft, dass auch die Anwohner insbesondere die Vorteile dieses Gemeinschaftsprojektes erkennen und im Verlauf der Realisierungsjahrzehnte zu fairen und umweltbewussten Lösungen Hand bieten werden.

Ruedi Blumer, Präsident VCS Schweiz