Rapperswil-Jona
08.11.2019
09.11.2019 08:25 Uhr

Avenida: Grüne sagen JA

Für die Grünen Rapperswi-Jona muss der Langsam- und Bus-Verkehr Priorität haben. Die Begrünung mit Bäumen sei «Bedingung um dem Strassenprojekt grünes Licht zu geben».

Die Neue Jonastrasse – St Gallerstrasse ist die wichtigste und kürzeste Ost-West-Verbindung der Stadt. Die 2.7 km lange Achse entspricht nicht mehr den Anforderungen zeitgemässer Mobilität.

Nahezu durchgehende Busspur

Das vorliegende erweiterte Vorprojekt versucht aus dem monofunktionalen, auf den Motorisierten Individualverkehr (MIV) ausgelegten Strassenraum Stadtraum zu schaffen. Das Ziel sollte sein, dass mehr Menschen auf Bus, Velo und zu-Fuss-gehen umsteigen. Dies wird unseres Erachtens dadurch erreicht, dass das Projekt eine nahezu durchgehende Busspur stadteinwärts vorsieht und somit die Pünktlichkeit des ÖV verbessert wird.

Die getroffenen Massnahmen erhöhen die Kapazität für den MIV nicht, der Verkehr wird bestenfalls verflüssigt. Dieses Projekt entbindet uns jedoch nicht, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um den MIV in unserer Stadt zu reduzieren.

Velofahrer nicht auf Quartierstrassen

Ein wichtiges Anliegen ist für uns die Sicherheit der Velofahrer. Diese sollten nicht auf Quartierstrassen ausweichen müssen. Es braucht eine sichere und direkte Durchfahrt für Velofahrer! In diesem Punkt besteht Verbesserungspotential, da das Projekt wichtige und für Velofahrer gefährliche Kreuzungen ausser Acht lässt und neue gefährliche Situationen schafft.

Die Begrünung des Mittelstreifens durch Strassenbäume ist ein zentraler Punkt des Vorprojekts. Die Bäume wirken entschleunigend, kühlend und erhöhen so das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Sie sind von grossem ökologischem und klimatischem Nutzen. Entsprechend soll keine durchgezogene Designer-Allee realisiert werden, sondern eine vielfältige Grünstruktur geschaffen werden mit sorgfältig ausgewählten Baumarten.

Nachteil: Boden wird versiegelt

Ein Nachteil des Projekts ist, dass mehr Boden versiegelt wird. Wir setzten uns dafür ein, dass kein unnötiger Boden asphaltiert wird und dieser wo immer möglich – zum Beispiel im Mittelstreifen – unversiegelt bleibt und andern Ortes Boden entsiegelt werden kann, als Kompensation für die verbreiterte Strasse. Diese Massnahmen sind gerade auch in innerstädtischen Bereichen wichtig, um Hitzeinseln vorzubeugen.

Mit den genannten Bedingungen sagen wir JA zur Lebensader, JA zum neuen Stadtraum für eine lebenswerte Stadt, für uns alle!

Colette Peisker, Co-Präsidentin Grüne Rapperswil-Jona