Rapperswil-Jona
07.11.2019
08.11.2019 20:53 Uhr

Stadtrat will Steuern nicht senken

Stadtpräsident Martin Stöckling anlässlich der Medienkonferenz
Trotz gutem Rechnungsergebnis soll der Steuerfuss auch 2020 bei 76% bleiben. Dies schlägt der Stadtrat von Rapperswil-Jona der Bürgerversammlung vor, die am 5. Dezember tagt.

Wie der Stadtrat ausführte hat er im laufenden Jahr 3.9 Millionen Franken mehr eingenommen, als ausgegeben. Davon will er aber den grössten Teil in die Reserven verlegen, als Polster für kommende wirtschaftlich unsichere Zeiten.

Die Mehreinnahmen sind ausserdem ein theoretischer Wert, den sie basieren auf alten rechnerischen Grundlagen, die durch ein neues Rechnungssystem abgelöst werden. Gemäss diesem neuen System beträgt der Überschuss nur 300'000 Franken.

Gutes Ergebnis auch 2020

Gegenüber den Medien führte Stadtpräsident Martin Stöckling aus: «Für das aktuelle Jahr und auch für das nächste erwarten wir zwar ein gutes Ergebnis». Doch danach sieht der Stadtpräsident dunklere Wolken bezüglich Steuereinnahmen aufkommen. Unsicher sei, ob es zu einer «Eintrübung der Konjunktur» kommt, wie das Konjunkturforscher voraussagen. Unklar seien ausserdem die Auswirkungen der Einnahmen wegen Steuerreform und AHV-Finanzierung (StAF) und die Anpassung der Grundstückgewinnsteuer ab 2021.

Investitionen für 51 Millionen Franken

Der Stadtrat führte auch aus, dass er im kommenden Jahr 51 Millionen Franken investieren will. Die grössten Brocken sind:

  • Sanierung und Erneuerung Schwimmbad Lido (10 Mio. Franken)
  • Schulraumerweiterung Hanfländer (1,8 Mio. Franken)
  • Projektierung des Neubaus Zentrum Schachen (3,45 Mio. Franken)
  • Bauliche Anpassungen Schulanlage Wagen (1 Mio. Franken)
  • Sanierung Jugendherberge Busskirch (1 Mio. Franken)
  • Trainingshallen Eishockey Lakers und Unihockey Flames im Grünfeld (4,98 Mio. Franken)
  • Umbau GSM-Gebäude zum Jugendzentrum (2,2 Mio. Franken)

Über das vom Stadtrat vorgeschlagene Budget wird die Bürgerversammlung am 5. Dezember im «Kreuz» in Jona befinden.

Rolf Lutz, Linth24