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Rapperswil-Jona
31.10.2019
01.11.2019 15:58 Uhr

FDP sagt JA zur «Avenida»

Die Mitglieder der FDP Rapperswil-Jona haben am Mittwochabend grossmehrheitlich die Ja-Parole zum Strassenprojekt Neue Jonastrasse /St. Gallerstrasse beschlossen. Die Abstimmung dazu findet in zwei Wochen statt.

Nachdem Stadtpräsident Martin Stöckling die Vorzüge des Projekts vorgestellt hatte, kam Marcel Gasser als Präsident des gegnerischen Bürgerforums ausgiebig zu Wort. Er verwies darauf, dass rund 120 Grundeigentümer betroffen seien und Land abgeben müssten, was zu einer Flut von Einsprachen führen werde. Auch fehle der Nutzen für den motorisierten Individualverkehr. Statt den Veloverkehr auch noch in diesen stark befahrenen Strassenabschnitt zu zwängen, wäre es sinnvoller, die Velofahrer über das bestehende Quartierstrassennetz zu kanalisieren.

In der darauffolgenden Diskussion wurde auf die Verbesserungen für den ÖV hingewiesen. Tatsächlich wird der Bus, der heute wegen der Staus den Fahrplan oft nicht einhalten kann, durch Busspuren bevorzugt. Auch wurde auf den natürlichen Wandel der Stadt hingewiesen, der mit einem Nein verhindert würde, weil gerade Grossprojekte wegen der Planungsunsicherheit nicht mehr bewilligt werden können. Zudem soll die Kernzone entlang der Neuen Jonastrasse bei der kommenden Bauzonenrevision Mitte des nächsten Jahrzehnts zwecks Verdichtung aufgestockt werden, was den Wert der betroffenen Liegenschaften erhöhen wird. Ferner wurde argumentiert, dass durch eine erneute Rückweisung eines innerstädtischen, kantonalen Strassenprojekt (beim Strassenabschnitt handelt es sich um Kantonsstrassen) eine Art Verweigerungshaltung der Stadt an den Kanton gesandt würde, was gerade mit Blick auf die in ein paar Jahren bevorstehende erneute Abstimmung über den städtischen Tunnel nicht förderlich sei. Die Kosten von rund 28 Millionen, die für die Stadt anfallen, betrachten die FDP-Mitglieder als absolut tragbar, da sich dieser Betrag über eine ganze Generation verteile.

Martin Stöckling wies im Übrigen darauf hin, dass es sich bei der Abstimmung nicht um eine Kreditvorlage handelt, sondern um einen Grundsatzentscheid der Stadt zu einer verbesserten
Gesamtsituation. Die positiven, zukunftsgerichteten Aspekte dieser Vorlage haben die Mitglieder der FDP überzeugt. Die Partei empfiehlt deshalb den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern am 17. November dem Projekt des Stadtrats zuzustimmen.

Markus Gisler, Präsident FDP Rapperswil-Jona