Eishockey
12.10.2019
13.10.2019 05:10 Uhr

Lakers verlieren gegen Ambri

Casey Wellmann schoss das erste von zwei Toren der Lakers. (Archivbild: Tom Oswald)
Bis zum dritten Drittel waren die Lakers im Tessin 0:3 im Rückstand, Dann holten sie zum 3:2 auf, verloren aber schliesslich 4:2.

Der HC Ambrì-Piotta setzt sich im Strichduell gegen die SCRJ Lakers mit 4:2 durch. Der grosse Unterschied zwischen den beiden Teams war dabei im Powerplay zu suchen. So erzielte der HCAP gleich drei Überzahltreffer. Bei den Rapperswilern setzte sich derweil die Erkenntnis durch, dass man nicht jeden Abend ein 0:3 aufholen kann.

«Wir müssen anerkennen, dass Ambrì zu Beginn des Spiels bereit war. Von uns kann ich das leider nicht behaupten», analysierte Daniel Vukovic nach dem Spiel. In Szenen gesprochen nahm Kevin Clark bereits nach 19 Sekunden eine unnötige Strafe. Diese wusste Dominic Zwerger bereits nach 66 Sekunden zum 1:0 zu nutzen. Mit dem Selbstvertrauen des Tores spielte Ambrì in der Folge aus einer soliden Defensive heraus. Kamen die Rapperswiler doch einmal zu Chancen, war es Daniel Manzato, der es immer wieder schaffte die Rosenstädter zu stoppen. So auch in der sechsten Minute, als Schlagenhauf und Kristo ihre Nachschüsse nicht am Leventiner Schlussmann vorbeibrachten.

Während sich Ambrì in der Defensive sehr solide zeigte, konnte man ab Spielmitte auch offensive Akzente setzen. Erst war es Joël Neuenschwander, der auf 2:0 erhöhte. Dann war es ein weiteres Powerplaytor von Matt D’Agostini, dass den Leventinern nur 23 Sekunden vor der zweiten Pause das 3:0 sicherte. Wie schon gegen den SC Bern schien die Ausgangslage für die Rapperswiler damit aussichtslos. Einmal mehr zeigte man jedoch Moral. Erst war es Casey Wellman, der mittels Powerplay-Treffer auf 1:3 verkürzte. Dann war es Kevin Clark, der einen Schuss von Vukovic zum 2:3 ablenkte. Dass es am Schluss nicht mehr zum Ausgleich reichte, war der Tatsache geschuldet, dass Eliot Antonietti in der 57. Minute eine weitere Strafe kassierte und damit dem HCAP den Weg zum nächsten Powerplay-Treffer ebnete.

Gerade die Tatsache, dass die Rapperswiler heute drei Tore in Unterzahl kassierten, war für Daniel Vukovic ein Schlüssel zur Niederlage: «Wir haben heute zu viele Strafen kassiert. Zudem hat unser Boxplay viele Tore zugelassen. Das müssen wir im Video analysieren.» Ein anderer Grund, wieso die Rosenstädter heute nicht zu Punkten kamen, war offenbar auch das fehlende Glück. Da drei von vier Ambrì Toren umstritten waren, mussten die Schiedsrichter immer wieder das Video konsultieren. Immer wieder entschieden sie zu Gunsten der Leventiner. Klar war dabei das Tor zum 3:0. Dieses war zwar ein klarer Schlittschuhtreffer. Da D’Agostini den Puck jedoch nicht kickte, war die Entscheidung der Schiedsrichter diskussionslos. Anders sah dies bei den Toren zum 2:0 und 4:2 aus. Beide Male nahm Jeff Tomlinson eine Challenge wegen Offside. Beim ersten Mal war es wohl Dominik Egli, der die Scheibe selbst ins Drittel spielte. So richtig sehen konnte man das auf den Bildern allerdings nicht. Ähnlich sah dies beim 4:2 von D’Agostini aus. Hier hatte Fora Sekunden zuvor die Scheibe offsideverdächtig im Drittel behalten. Da die Bilder aber auch hier zu schlecht waren, fiel auch dieser Entscheid zu Gunsten des HCAP aus.

Alles in allem fehlte den Lakers damit das Glück des Tüchtigen. Schaut man die Leistung über 60 Minuten an, muss man sich jedoch zugestehen, dass man sich dieses Glück auch nicht verdient hatte. Schliesslich hatte man nur in den letzten zehn Minuten seine beste Leistung gezeigt. Dies reicht bekanntlich nur gegen die wenigsten Gegner zu Punkten.

Nun gilt es am kommenden Dienstag, wenn der HC Lugano zu Gast in der St.Galler Kantonalbank Arena ist, eine Leistungssteigerung zu vollbringen. Getragen vom fantastischen Rapperswiler Publikum wird die Mannschaft alles daran setzen den sechsten Sieg im siebten Heimspiel zu erreichen. 

lakers.ch
Melden Sie sich jetzt an: