Eishockey
11.10.2019
11.10.2019 23:16 Uhr

SCRJ dreht Spiel gegen Bern

Zuerst 1:4 in Rücklage und dann in der Nachspielzeit der Siegestreffer zum 5:4. Der SCRJ hat Kampfgeist und Klasse gezeigt.

Die SC Rapperswil-Jona Lakers schlagen den SC Bern in einem verrückten Spiel mit 5:4 nach Verlängerung. Bereits nach 14 Minuten liegen die Rapperswiler mit 0:3 hinten und Punkte rücken in weite Ferne. Doch nach einer grandiosen Aufholjagd erzwingen sie eine Verlängerung, die Corsin Casutt in der 64. Minute entscheidet.

Mit dem SC Bern war heute der amtierende Meister zu Gast in Rapperswil-Jona. Die Lakers wollten nach der Niederlage unter der Woche gegen Lugano heute wieder Punkte holen. Das erste Drittel missriet den Rosenstädtern aber völlig. Zuerst vergaben Forrer und Wellman in den ersten zwei Minuten Grosschancen. Praktisch im Gegenzug jubelten dann aber die Berner ein erstes Mal. Nach einem Schuss von Ebbett lenkte Scherwey den Puck ins Tor. Nur zwei Minuten später musste Melvin Nyffeler erneut hinter sich greifen. Ein Vergehen von Moser in der Offensivzone gegen Schlagenhauf blieb ungeahndet, worauf der Captain des SCB keine Mühe damit bekundete, die Führung auszubauen. Nach diesem schlechten Start war die Wut beim SCRJ spürbar, nach einem Check von Dufner gab es ein Gerangel, doch die Partie wurde trotz mehreren Strafen mit fünf gegen fünf fortgesetzt. Es entwickelte sich ein hin und her, ohne dass eine der beiden Mannschaften gefährlich wurde. Trotzdem hiess es nach 14 Minuten 0:3. Nach einem Schuss von der blauen Linie lenkte Moser einen weiteren Schuss ab. Die Partie schien also bereits früh in die Bahnen des SCB gelenkt zu werden. Kurz vor Drittelsende hätte Maier alleine Richtung Schlegel laufen können, wurde davor aber regelwidrig abgehalten.

Dominik Egli und Torschuetze Corsin Casutt (SCRJ) beim 5:4 gegen Simon Moser und Niklas Schlegel (Bern) im Spiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem SC Bern.

Nach einem ersten Drittel zum Vergessen kam der SCRJ besser aus der Garderobe als 20 Minuten zuvor. Casutt bot sich die erste gute Gelegenheit, doch er verpasste die Scheibe knapp. Für den guten, kämpferischen Start in den Mittelabschnitt belohnten sich die Rosenstädter in der 26. Minute. Hächler eroberte die Scheibe und bediente Mosimann, der auf 1:3 verkürzte. Die Freude über den Treffer hielt allerdings nicht lange, denn nur drei Zeigerumdrehungen später traf mit Untersander ein weiterer Akteur des SCB. Da der Meister nach Spielhälfte auch noch mit einem Mann mehr agieren konnte, schien ein Treffer des SCRJ nicht wahrscheinlich. Doch Rowe und Wellman liefen alleine Richtung Berner Tor und schlossen den Angriff mit einer sehenswerten Kombination zum 2:4 ab. Rappi versuchte in der Folge den Anschlusstreffer zu erzielen, hätte sich jedoch über einen weiteren Gegentreffer nicht beklagen dürfen, denn Rüfenacht liess eine Topchance aus.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels spielte der SCRJ in Überzahl, brachte allerdings nichts Zählbares zustande. Trotzdem kam er in der 44. Minute bereits früh zum Anschlusstreffer. Forrer erzielte nach einem super Pass von Rowe das 3:4. Nun waren die Lakers beflügelt, dominierten den SCB gar und kamen zu guten Chancen. Casey Wellman etwa traf dabei die Latte. Der Aufwand sollte dann in der 52. Minute belohnt werden. Gähler setzte zu einer schönen Einzelleistung an und überwand Schlegel zum 4:4. Diese verrückte Aufholjagd gab auch Bern-Coach Jalonen zu denken, weshalb er umgehend sein Timeout nahm. Doch Rappi ging kurz darauf beinahe gar in Führung, Schlegel verhinderte gerade noch gegen Casutt. Auf der anderen Seite wurde der SCB gegen Ende der Partie ebenfalls nochmals gefährlich. Weil beide Teams bis zur Sirene kein weiteres Tor mehr schiessen konnten, wurde die tolle Leistungssteigerung bereits einmal mit einem Punkt belohnt. In der Verlängerung waren es erst die Berner, welche dem Siegtor näher waren. Ebbett vergab eine Riesenchance, als er nur an den Pfosten schoss, obwohl das Tor kurz frei war. Beim SCRJ fehlte heute mit Roman Cervenka zwar der Spieler, welcher bereits drei Mal eine Overtime entschieden hatte, doch heute sollten es andere richten. Danny Kristo brachte die Scheibe in die Zone und bediente Casutt, der das viel umjubelte Siegestor erzielte.

www.lakers.ch
Melden Sie sich jetzt an: