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Kultur
07.10.2020

Kunst und Fotografie in Winterthur

Die Mitglieder des Kunstvereins Oberer Zürichsee besuchten zwei Museen in Winterthur, in welchen es spannende Ausstellungen zu Kunst und Fotografie zu bestaunen gab.
Die Mitglieder des Kunstvereins Oberer Zürichsee besuchten zwei Museen in Winterthur, in welchen es spannende Ausstellungen zu Kunst und Fotografie zu bestaunen gab. Bild: Linth24
Für einmal ein gutes Stück aus der Region heraus ging es für die Mitglieder des Kunstvereins Oberer Zürichsee am vergangenen Sonntag: Zu zwei Museen in Winterthur.

Die neu gewählte Präsidentin des Vereins, Cornelia Brändli, begrüsste die Kulturinteressierten am Vormittag im Kunstmuseum in Winterthur. «Ofen, Geist und Meister» ist der Titel der Sonderausstellung des Künstlerduos Andres Lutz und Anders Guggisberg, die gerne als Meister des Absurden bezeichnet werden. Völlig frei waren sie in der Umsetzung ihrer Arbeiten, alleine der Bezug zur permanenten Ausstellung war vorgeben und musste ersichtlich sein.

Charmante, kreative und einzigartige Weise

Mit 19 kleinformatigen Skulpturen, alle auf weissen, brusthohen Sockeln präsentiert, setzen sich die postmodernen Künstler mit Witz und Ironie sehr eindrücklich mit den Werken der grossen Meister der Modernen auseinander und interagieren mit ihnen – gleichzeitig stehen die Skulpturen auch noch ganz für sich.

Ob das glänzende «Klimaei», das an einen Leckstein für Kühe erinnert und in dem teils bemalten Schutzkasten zu schwitzen scheint, mit den Bildern von René Magritte, Max Ernst und Giorgio de Chirico korrespondiert; ob das «Schwarze Möbelchen» sich nicht von ungefähr neben Alberto Giacomettis «Femme couchée» platziert oder ob die eigenwillige Holzskulptur «Pille, Maske und Fee» mit den starren, maskenhaften Gesichtern auf Oskar Schlemmers «Innenraum mit fünf Figuren» in Wettstreit tritt – Eines ist sicher: Das Künstlerduo hat seinen künstlerischen Auftrag auf charmante, höchst kreative und einzigartige Weise erfüllt.

  • Das «Schwarze Möbelchen» neben Alberto Giacomettis «Femme couchée» - ein wunderbares Duo. Bild: Linth24
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  • Eine sehr fantasievolle Skulptur des Künstlerduos ist «Toy Castle». Bild: Linth24
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  • Die Mitglieder des Kunstvereins waren begeistert von der interessanten Führung durch die Sonderausstellung Lutz & Guggisberg. Bild: Linth24
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Strassenfotografien aus aller Welt

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Lesesaal des Museums kam der Verdauungsspaziergang zum Fotomuseum gerade recht. «Street. Life. Photography» zeigt von 36 international bekannten KünstlerInnen rund 220 Fotografien aus sieben Jahrzehnten. Das spannende Eintauchen in die Strassenszenen faszinierte, ob sie nun gestellt oder zufällig aus dem Leben gegriffen waren.

Mit verschiedenen Perspektiven – farbig oder schwarz weiss, gesellschaftskritisch oder –abbildend – präsentiert die Sonderausstellung auf jeden Fall eines der spannungsvollsten Themen der Fotografie auf eine sehr einfühlsame Art, aufgeteilt in die Sektoren Strassenleben, öffentlicher Verkehr, Zusammenstösse, Anonymität und Verfremdung. Stille Einblicke in die Menschen selbst, verschämte Ausblicke durch Fenster, humorvolle Momentaufnahmen und zu Herzen gehende Schicksale sind zweidimensional festgehalten und ziehen den Betrachter in den Bann.

Beide Sonderausstellungen gehen noch bis zum 10. Januar 2021. Weitere Informationen zu Veranstaltungen des Kunstvereins sind unter www.kunstverein-oz.ch zu finden.

  • Wie vielfältig Fotografinnen und Fotografen das Thema Street Photography interpretieren war sehr spannend für die ZuhörerInnen bzw. ZuschauerInnen. Bild: Linth24
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  • Es wurde aufmerksam zugehört, zugeschaut und bestaunt. Bild: Linth24
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  • Intime Momentaufnahmen im «Public Transfer» in Japan faszinieren die Mitglieder des Kunstvereins Oberer Zürichsee. Bild: Linth24
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Kunstverein Oberer Zürichsee (Marie-Eve Hofmann-Marsy)