Fussball
27.09.2019
30.09.2019 10:51 Uhr

FCRJ: «Wir geben dem Trainer Zeit»

FCRJ Sportdirektor Stefan Flühmann
Der FCRJ ist nach der unglücklichen Niederlage in Nyon auf den achten Tabellenplatz abgerutscht. Sportdirektor Stefan Flühmann nimmt Stellung.

Linth24 hat sich nach den zwei Pleiten in Serie, gegen Yverdon und Stade Nyonnais, mit FCRJ Sportdirektor Stefan Flühmann über die aktuelle Situtation unterhalten.

Nach neun Spielen ist der FCRJ auf Platz 8 der Promotion League. Entspricht das Ihren Erwartungen?
Stefan Flühmann: Punktemässig sicher nicht. Ehrlich gesagt habe ich mir drei bis vier Punkte mehr erhofft. Aber am Anfang haben wir aus vier Spielen drei Mal unentschieden gespielt und einmal gewonnen. Das rächt sich dann halt in der Tabelle, obwohl wir ja nicht verloren hatten.

Dennoch liegt der FCRJ nach acht Spielen nur im Mittelfeld der Tabelle.
Das stimmt, aber wenn Sie auf die Tabelle schauen, dann sehen Sie, es ist alles sehr eng beieinander. Mit einem Sieg rutscht man sofort nach vorne. Yverdon ist klar weg, aber der Abstand zum Zweitplatzierten, dem SC Brühl, beträgt lediglich vier Punkte.

Die letzten beiden Spiele gingen verloren. Am Samstag deutlich, gegen Nyon trotz Feldüberlegenheit knapp. Was läuft da schief?
Ich denke, wir sind noch im Findungsprozess. Die Automatismen sind noch nicht so, wie bei einer Mannschaft, die schon länger zusammen spielt. Ein gutes Beispiel dafür ist Yverdon, das praktisch seit drei Jahren zusammen ist und über die nötigen Mittel verfügt.

Solche Jubelszenen wünscht sich Stefan Flühmann im Spiel am Samstag gegen Köniz

Fehlt dem FCRJ ein «Knipser»?
Nein, offensiv verfügen wir über genug «Qualität». Man muss aber bedenken, dass wir über längere Zeit auf verletzte Spieler im Offensivbereich verzichten mussten. Da ist zum Beispiel Gele oder Frick und Eusebio. Das sind drei Stürmer, die in jedem Spiel Tore schiessen können, aber verletzungsbedingt länger gefehlt haben.

Siege werden in der Verteidigung geholt. Stimmt diese Weisheit auch beim FCRJ?
In der Defensive stehen bei uns erfahrene Spieler und ich denke, dass wir hier gut aufgestellt sind. Dennoch sind individuelle Fehler passiert, die uns Gegentore gekostet haben. Daran arbeiten wir.

Muss der Trainer etwas ändern oder ändern Sie den Trainer?
Der Trainer braucht Zeit und die geben wir ihm auch. Er hat klare Vorstellungen, was er will, es liegt nun an den Spielern, dies umzusetzen. Wir haben zwar am Mittwoch gegen Stade Nyonnais unglücklich verloren, aber wir haben auch gute Spiele gezeigt, zum Beispiel gegen Bellinzona oder Brühl. Nochmals: es braucht seine Zeit.

Was sind Ihre Erwartungen für die nächsten drei Spiele?
Wir gehen immer auf den Platz, um zu gewinnen. Die Mannschaft muss nun die Rückschläge aus den letzten beiden Spielen verarbeiten und wieder auf die Siegesstrasse zurück finden. Die nächsten Gegner heissen Köniz auswärts, Black Star dann zuhause und der FCZ wieder auswärts. Das sind zwar starke Gegner, insbesondere Köniz und vor allem Black Star. Ich erwarte, dass die Mannschaft ein klares Zeichen setzt und Charakter zeigt  - und wie gesagt, zurück auf die Siegesstrasse kehrt.

Mario Aldrovandi, Linth24