Uznach
11.09.2019

Massives Minus im Spital Linth

Gemäss Halbjahreszahlen und Prognosen wird das Spital Linth dieses Jahr mit einem Minus von über 3 Millionen Franken abschliessen.

Unter dem Titel "Halbjahreszahlen der St.Galler Spitäler. Spürbare Verlagerung von stationär zu ambulant.» veröffentlicht der Verwaltungsrat der vier St.Galler Spitalverbunde Halbjahreszahlen und Prognosen für Ende Jahr.

Das Gruppenergebnis betrug minus 4,3 Millionen Franken. Mit 33'206 stationären Patientinnen und Patienten haben die St.Galler Spitäler rund 3% weniger stationäre Fälle behandelt als in der Vorjahresperiode. Demgegenüber haben die ambulanten Besuche im ersten Halbjahr 2019 kantonsweit um 1.9% zugenommen, zum Teil bedingt durch «ambulant vor stationär».

Die vier Spitalverbunde des Kantons St.Gallen präsentieren folgende Halbjahresergebnisse und Prognosen bis Ende 2019:

Der Rückgang der stationären Frequenzen entspricht in weiten Teilen den budgetierten Erwartungen und bildet somit teilweise die vom Bund verordnete Verlagerung einzelner Eingriffe in den ambulanten Bereich ab.

Bisher besser als budgetiert, dank Kantonsspital St.Gallen

Das Gruppenergebnis fällt zwar insgesamt besser aus als budgetiert, ist aber in erster Linie auf einen deutlich besseren Abschluss des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) zurückzuführen. Das bessere Resultat des KSSG wiederum ist im Wesentlichen auf einen höheren Casemix-Index zurückzuführen. Nachdem der CMI im Jahr 2018 überproportional angestiegen ist, bestätigt sich der Trend im laufenden Jahr zu einer weiteren Erhöhung. Die regionalen Spitalverbunde mussten hingegen im ersten Halbjahr 2019 einen CMI Rückgang gegenüber 2018 verzeichnen, was sich direkt auf der Ertragsseite auswirkte.

Alle vier Spitalverbunde werden Verluste machen

Die Erwartung per Ende 2019 zeigt auf, dass alle vier Spitalverbunde mit einem Minus abschliessen werden. Noch ungewiss ist dabei der ganzjährige Verlauf des Verlagerungseffektes ambulant vor stationär. Die EBITDA-Marge der einzelnen Spitalverbunde entwickelt sich unterschiedlich. Die Marge der Gruppe der St.Galler Spitäler bewegt sich insgesamt im Rahmen der Erwartungen, liegt aber nach wie vor deutlich unter den vom Eigentümer (Kanton St.Gallen) geforderten 10%. 

Linth24/ OM, Spitalverbund St.Galler Spitäler