Kultur
25.08.2019
25.08.2019 11:11 Uhr

Sound of Glarus: Gelungenes Openair

Foto: Sound of Glarus
Drei Tage lang hat Paul Seliner am Sound of Glarus Festival inmitten der kleinsten Hauptstadt teilgenommen. Er war begeistert.

Schon wieder zu Ende! Die zwölfte Ausgabe des Stadtopenairs «Sound of Glarus» hat auch dieses Jahr wiederum ein Highlight in den Glarner Kulturveranstaltungen gesetzt. Mit gut gelaunten Künstlern, die auf den beiden Bühnen ihr Publikum mit toller Musik bestens verwöhnten. Und dies inmitten dem Herzen der Stadt, umrahmt von einer herrlichen Bergkulisse. Dank absolutem Wetterglück vermochten auch die Foodstände mit exotischen und einheimischen Spezialitäten den Gaumen der Gäste zu verwöhnen und liessen dadurch richtige Volksfeststimmung aufkommen.

Ein Festival für Alle – jung und alt. Sicher auch Dank der verschiedenen Musikstilrichtungen. Mann (und Frau) weiss ja: Über Geschmack lässt sich streiten – über Qualität nicht! Und die war hoch. Die Besten? Nun, am Festival «Sound of Glarus» kann diese Frage definitiv nicht einfach beantwortet werden. Zum Einen war die Vielfalt der angebotenen Musik sehr breit. Zum Andern durfte erfreut festgestellt werden, dass die Newcomer den Etablierten keineswegs nachstanden.

Ohne eine Rangliste erstellen zu wollen (wäre auch gar nicht möglich) sind doch einige Acts hervorzuheben. Zum Beispiel Aynsley Lister, der mit seinem kraftvollen, exakt gespielten Blues-Rock das Publikum schon am frühen Abend auf Touren brachte. Oder auch Baschi, der mit starken Songs bewies, dass Mundartsongs sehr beliebt sind. Schon fast etwas «scheu» wollte er vom Publikum wissen, ob er seinen Hit «Bringen hei» spielen dürfe.

Jimmy Cliff, das Urgestein des Reggaes, braucht weiter kaum vorgestellt zu werden. Der Chartstürmer über Generationen versteckte sein Können absolut nicht. Routiniert performte er mit einer bunten Klangwelt eine tolle Auswahl seiner grössten Reggae-Hits. Überhaupt zeigte sich der mittlerweile 71-jährige von seiner besten Seite, verströmte mit seiner Truppe tonnenweise Happiness und Frieden und liess das Publikum an seiner Freude an der Musik förmlich teilhaben.

Nicht enttäuscht wurde das Publikum durch die Schweizer Rock-Pop-Band „Hecht“. Ihre leicht fassbaren Melodien heften sich verdächtig schnell und unweigerlich im Gedächtnis fest. Zudem schafft sich die Band viele Freunde mit ihren eingängigen Mundart-Texten.

Natürlich konnte jede Künstlertruppe durch ihre hervorragende Leistung beeindrucken. Lust auf mehr machten sicher auch The Hives, Dabu Fantastic oder Skinny Lister. Sie und alle anderen zeigten, dass Musik die Menschen verbinden kann und die Fähigkeit besitzt glücklich zu machen.

Am Schluss – aber nicht zuletzt – darf auch der Festivalorganisation ein Kränzchen gewunden werden: Perfect, Fast und Safe organisiert. So soll es sein und macht wirklich Freude. Damit wird natürlich auch noch die Hoffnung auf die nächste Ausgabe vom «Sound of Glarus» genährt.

Paul Seliner, Kaltbrunn