Kanton
21.08.2019
23.08.2019 08:19 Uhr

Etwas weniger Dreckluft im Kanton

Die an Strassen gemessen Stickoxid-Belastung ist im Kanton St.Gallen immer noch meist über dem Grenzwert. In den letzten Jahren hat sich die Situation leicht verbessert.

Der Kanton St.Gallen vollzieht die eidgenössischen Vorschriften über die Luftreinhaltung mit dem Ziel, die Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) einzuhalten.

Seit den 80er Jahren konnten viele Schadstoffe durch Massnahmen wie beispielsweise Emissionsvorschriften oder Lenkungsabgaben reduziert werden.

Dennoch gibt es in der Schweiz und im Kanton SG nach wie vor Schadstoffe, bei denen zu hohe Belastungen auftreten und deren Schadstoffniveau seit Jahren stagniert. Ein Beispiel dafür ist Stickstoffdioxid (NO2), eine Vorläufersubstanz für das bodennahe Ozon.

Stickstoffdioxid (NO2) entsteht vor allem durch die Verbrennung von fossilen Brenn- und Treibstoffen. Die Belastung eines Standorts hängt daher insbesondere davon ab, wie stark dieser durch den Strassenverkehr beeinflusst ist.

Die Abbildung zeigt für verschiedene Orte im Kanton St.Gallen die Jahresmittelwerte der NO2-Belastung. An den strassennahen und verkehrsbelasteten Standorten wird der Grenzwert meist überschritten.

An fast allen Messstationen zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang der NO2-Belastung. Auch im längerfristigen Vergleich der Jahre 2018 zu 2005 zeigt sich ein gesunkender Jahresmittelwert. Der Messort "St.Gallen Rorschacherstrasse" wurde 2015 aufgehoben.

Amt für Statistik, Kanton St.Gallen