Rapperswil-Jona
12.08.2019
12.08.2019 15:04 Uhr

Sohn ersticht seine Mutter (Aktualisiert)

Am Sonntag griff bei der Bahnhofunterführung Rapperswil ein 36-jähriger Schweizer seine 57-jährige Mutter mit einem Messer an und verletzte sie tödlich. Beim Opfer handelt es sich um die Wirtin des Tennisclubs Rapperswil.

Die Frau verstarb trotz schneller Rettungsmassnahmen noch am Tatort. Der Beschuldige konnte durch die Kantonspolizei St.Gallen festgenommen werden.

Nach dem Angriff flüchtete der einheimische Beschuldigte auf das Areal der technischen Hochschule. Dort fügte er sich mit dem gleichen Messer schwere Verletzungen zu. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital eingeliefert. Der Beschuldigte war der Polizei bekannt, jedoch nicht wegen Gewaltdelikten. Das Messer wurde sichergestellt.

Das Tatmotiv wird nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen und Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen ermittelt. 

Die Identität des Opfers ist bekannt

Bei der 57-jährigen Frau handelt es sich um die Wirtin des Tennisclubs Rapperswil. Auf der Webseite wurde dieser Text publiziert: 

Liebe Mitglieder
Liebe Gäste

Wir haben die traurige Pflicht, euch darüber zu informieren, dass es sich beim Opfer der Gewalttat in Rapperswil-Jona vom Sonntag, 11. August 2019, leider um unsere Clubwirtin Maria handelt.

Unsere Gedanken sind bei Carmelo und den weiteren Angehörigen, denen wir unser tiefstes Beileid aussprechen.

Das Restaurant bleibt aus naheliegenden Gründen vorerst geschlossen. Wir danken allen Besuchern für ihr Verständnis und informieren baldmöglichst über das weitere Vorgehen.

In stiller Trauer
Vorstand TC Rapperswil

«Wir verlieren unsere gute Seele»

Auch der Präsident des Tennisclubs Rapperswil, der als TV Sport-Kommentator bekannte Stefan Bührer, meldet sich zu Wort:

«Das Flugzeug nach San Francisco hob gerade ab, als die schreckliche Tat geschah. Kaum gelandet, bekam ich die Nachricht, die mich zutiefst schockiert und unfassbar traurig macht. Ich bin für einen Monat in den USA und kann in dieser Zeit auf einen funktionierenden Vorstand vertrauen, trotzdem ist es mir aber ein riesiges Anliegen, meiner Bestürzung Ausdruck zu geben. Mit Maria verlieren wir unsere gute Seele, den Anker im Clubhaus. In tiefer Trauer und in Gedanken bei ihrer Familie.»

Der Täter musste operiert werden

Nach der Tat fügte sich der Täter mit dem Messer selber schwere Verletzungen zu. Wie die Webseite FM1-today berichtet, habe er operiert werden müssen und sei für mehrere Tage nicht Vernehmungsfähig.

Einige Falschmeldungen in den Sozialen Medien

Die Kantonspolizei reagierte schon kurz nach der Tag und veröffentlichte einen Warnbeitrag: «Entgegen der Meldungen in den sozialen Medien besteht für die Bevölkerung keine Gefahr.» Auch eine andere Facebook-Meldung erwies sich als falsch. Dort schrieb nämlich eine Userin aus Jona: «Es Meidtli isch verletzt worden».

Linth24 / MAL