Bildung
09.08.2019
10.08.2019 18:34 Uhr

1'167 neue Gymeler im Kanton

Mittelschule Wattwil: Ein Sanierungsfall. Hier werden die Schüler aus dem Linthgebiet unterrichtet
Am Montag, 12. August 2019, startet das neue Schuljahr an den sechs st.gallischen Mittelschulen mit 1'167 neuen Schülerinnen und Schülern. Zuvor haben 967 Schülerinnen und Schüler im Juli 2019 die Mittelschule abgeschlossen.

Die sechs staatlichen Mittelschulen (die Kantonsschulen am Burggraben St.Gallen, am Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans, Wattwil und Wil) erwarten zum Schulstart mehr als 4'300 Schülerinnen und Schüler. 1'167 davon sind Neueintritte. Damit liegt die Zahl der Neueintritte im Rahmen der Vorjahreszahlen (1'181 im Jahr 2018).

Hohe Klassenbestände sinken nach Probezeit

Die 1'167 neuen Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf 53 Klassen. Die relativ hohe Zahl von rund 22 Schülerinnen und Schülern pro Klasse wurde erreicht, weil rund 60 Schülerinnen und Schüler an andere Schulorte oder in andere Schwerpunktfächer umgeteilt worden sind. Durch diese Massnahme, die das Bildungsdepartement verfügen kann, lassen sich auch dieses Jahr sechs Klassen oder rund zehn Millionen Franken über die vierjährige Ausbildungsdauer einsparen. Eine zusätzlich gebildete Klasse an einer Mittelschule würde Kosten von jährlich rund 480'000 Franken verursachen. Da erfahrungsgemäss nach der Probezeit wieder Abgänge zu verzeichnen sind, pendeln sich die Klassenbestände während des ersten Schuljahres auf etwas tieferem Niveau ein.

Regierung stärkt Französisch

Das Gymnasium ist noch immer der mit Abstand am häufigsten gewählte Lehrgang. 898 der 1'167 neuen Schülerinnen und Schüler (77 Prozent) treten in eine der 40 (2018 ebenfalls 40) neuen Gymnasialklassen ein. Die neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten werden im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen und Vorgängern im zweiten Semester des ersten Jahres zusätzliche Französischlektionen erhalten, in denen gezielt die mündlichen Sprachfertigkeiten geübt werden sollen. Die Regierung hat diese Massnahme zur Stärkung und Attraktivitätssteigerung des Französischunterrichts beschlossen.

Weiterhin hohes Interesse an zweisprachiger Maturität

Das Interesse, eine zweisprachige Maturität deutsch-englisch anzustreben, ist ungebrochen hoch. Auch in diesem Jahr wird rund ein Drittel der neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in eine bilingual geführte Klasse aufgenommen. Das Angebot an zweisprachig geführten Schwerpunktfächern variiert an den Schulen. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, in allen Schwerpunktfächern eine zweisprachige Maturität zu erwerben.

Informatikmittelschule hat sich etabliert

Neben dem Gymnasium werden an den st.gallischen Mittelschulen weiterhin die Lehrgänge Fachmittelschule, Wirtschaftsmittelschule und Informatikmittelschule geführt. Die Informatikmittelschule steht zum dritten Mal im Angebot und hat sich mittlerweile an den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen und Sargans etabliert. Sie steht Jugendlichen offen, die einen Abschluss als Informatiker oder Informatikerin mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und eine kaufmännische Berufsmaturität anstreben. Im neuen Schuljahr werden 33 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 28) in der Informatikmittelschule erwartet. Dieselbe Ausbildung mit technischer Berufsmaturität bietet die Berufsfachschule in Rapperswil an.

Leichter Rückgang bei Fachmittelschule

Die Angebotspalette der Fachmittelschule umfasst weiterhin die Berufsfelder Pädagogik, Gesundheit, Soziales, Bildnerisches Gestalten sowie Information und Kommunikation. Total haben sich 191 (Vorjahr 218) Schülerinnen und Schüler für eines der fünf Berufsfelder der Fachmittelschule angemeldet. Die Fachmittelschule wird an den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans und Wattwil geführt. Stabile Schülerzahlen vermeldet die Wirtschaftsmittelschule. An den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen und Sargans werden 45 (Vorjahr 46) Schülerinnen und Schüler neu die Wirtschaftsmittelschule besuchen.

OM