Gommiswald
30.07.2019
31.07.2019 05:30 Uhr

Teure Sanierung in Gommiswald

Der Gemeindesaal von Gommiswald soll für 2.5 Millionen Franken saniert werden. Er entspreche in vieler Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen, schreibt Gemeindepräsident Peter Hüppi.

Vor rund 40 Jahren wurde in Gommiswald das Oberstufenschulhaus mit Einfachturnhalle und Hauswartwohnung sowie dem Gemeindesaal errichtet. Im Jahr 2009 wurde ein Sanierungs- und Erneuerungskonzept für die ganze Anlage erstellt.

In einer ersten Etappe wurden das Schulhaus und die Turnhalle energetisch saniert und erneuert. Nun soll die zweite Etappe mit der Sanierung des Gemeindesaals und deren Anpassung an die heutigen Anforderungen erfolgen.

Umfassende Sanierung: Von Wärmedämmung bis Bühnentechnik

Die eingesetzte Baukommission hat die Bedürfnisse und die Wünsche der verschiedenen Benutzer des Gemeindesaals abgeholt und die Projektplanung vorangetrieben. Nach einer ersten Kostenberechnung musste das Projekt in diversen Bereichen redimensioniert werden.

Die Gebäudehülle soll den beiden anderen, bereits sanierten, Gebäudekörpern des OSZ angeglichen und mittels Wärmedämmung und einer hinterlüfteten Schieferfassade ausgekleidet werden.

Die grossen Fenster an der Südfassade werden ausgewechselt und leicht nach aussen versetzt. Dadurch können Heizradiatoren mit Sitzbänken auf der Innenseite zwischen den Stützen platziert werden.

Im Jahr 2001 wurde das Dach bereits saniert. Aufgrund von Sondierungen wurde festgestellt, dass der Zustand des Daches nach wie vor gut ist und keine Massnahmen notwendig sind.

Die Bodenbeläge werden saniert und wo nötig ergänzt. Die Türfronten zwischen Foyer und Saal sollen durch flexible, schalldämmende Falttrennwände ersetzt werden. Die Wand- und Deckenbeläge in Holz werden erneuert, da diese für die Zugänglichkeit zu den verschiedenen Installationen demontiert werden müssen.

Die Saalküche wird mit den nötigen Einrichtungen für einen optimalen Betrieb aufgerüstet und mit einer Lüftungsdecke ergänzt. Die Lüftungsanlage im Gemeindesaal wird grösstenteils belassen, jedoch um den heutigen Anforderungen zu genügen, ergänzt.

Platz für 400 Personen

Die Elektroinstallationen werden instandgesetzt. Die Bühnentechnik wird auf einen neuen, benutzerfreundlichen Stand gebracht und mit einer neuen Beleuchtung bestückt. Dabei werden sicherheitstechnische Defizite behoben. Die sanitären Anlagen wurden erst vor Kurzem ersetzt und befinden sich daher in gutem Zustand. Lediglich in der Künstlergarderobe werden die Lavabos ersetzt und die Dusche entfernt.

Der Lagerraum unter der Aussentreppe neben dem Eingang ist undicht und muss abgedichtet werden. Die gesamte Treppe muss ebenfalls erneuert werden. Der ungenutzte Brunnen beim Eingang zum Probelokal wird entfernt und durch einen einfachen Aussenwasserhahn ersetzt. Zusätzlich werden im Bereich des Eingangs Aussensteckdosen angebracht um einen Betrieb im Freien zu vereinfachen.

Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten erfolgt auch die Anpassung des Brandschutzkonzeptes nach neusten Brandschutzrichtlinien. Mit zusätzlicher Notausgangstüre in der grossen Fensterfront, Rauch- und Wärmeabzügen dürfen zukünftig maximal 400 Personen aufgenommen werden.

Bürgerversammlung im November

Die projektierten Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 2.49 Mio. Franken. Der Kredit soll anlässlich der Bürgerversammlung vom 21. November 2019 eingeholt werden. Am 12. November 2019 wird das Projekt im Rahmen einer Vorversammlung detailliert vorgestellt.

Bei Annahme des Kredites soll die Sanierung mit Beginn der Sommerferien im Jahr 2020 begonnen und bis Ende der Herbstferien 2020 abgeschlossen werden. 

OM, www.gommiswald.ch