Gommiswald
17.07.2019
17.07.2019 06:21 Uhr

Solarenergie: Gommiswald relativ gut

Es gibt Gemeinden in der Schweiz, die das Potential an Solarenergie bis zu 23% ausnutzen. Gommiswald ist aktuell bei 10.05% und damit Spitzenreiter im Linthgebiet.

Im Kanton St.Gallen ist das Potenzial für Solarstrom auf den Dächern noch fast unangetastet. Dies zeigt eine von Swiss Energy Planning (SEP) durchgeführte Auswertung, die der WWF Schweiz veröffentlicht. Der WWF Schweiz ruft die Gemeinden dazu auf, diesen Trumpf im Kampf gegen den Klimawandel auszuspielen.

Die Auswertung untersucht pro Gemeinde, wie viel vom Potenzial, das auf Schweizer Dächern vorhanden ist, effektiv für Solarstrom ausgenutzt wird. Und die Resultate sind brisant: Zwar nutzen die besten Gemeinden der Schweiz fast 23 Prozent des Potenzials aus. Durchschnittlich stehen sie jedoch erst bei rund drei Prozent. «Das ist längst nicht genug, um die Klimakrise abzuwenden», kommentiert Myriam Planzer, Projektleiterin Energiewende beim WWF Schweiz. «Die Schweiz hat auf ihren Dächern ein noch fast unangetastetes Potenzial, um den Ausstieg aus Erdöl und Erdgas zu ermöglichen».

Postleitzahl

Gemeinde

Ausnutzung Solarpotenzial (Leistung) in %

9476

Wartau

15.96%

9536

Jonschwil

12.05%

9437

Marbach (SG)

11.43%

9512

Wil (SG)

10.49%

8725

Gommiswald

10.06%

Gommiswald am besten im Linthgebiet

Im Kanton St.Gallen liegt Wartau vorne bei der Auswertung. Diese nutzt rund 15.96 Prozent ihres Potenzials auf Dächern für Solarstrom. Jonschwil, Marbach, Wil und Gommiswald sind auch besonders schnell unterwegs. Damit sind die fünf besten Gemeinden im Kanton St Gallen besser als die meisten Gemeinden in der Schweiz. «Die Gründe für diese grossen Unterschiede sind vielfältig. Unser Ziel war, eine Standortbestimmung zu machen, um aufzuzeigen, dass eine Lösung für die Klimakrise auch auf unseren Dächern schlummert», so Planzer.

Als Vorbild vorangehen

Der WWF Schweiz ruft die Gemeinden dazu auf, als Vorbild voranzugehen. «Als Erstes können sie die gut geeigneten Dächer nutzen, die sie als öffentliche Hand besitzen: zum Beispiel Verwaltungsgebäude, Schulen, Turnhallen» so Planzer. «Zudem können sie den Bau von Solaranlagen vorantreiben. Einwohnerinnen und Einwohner brauchen attraktive Rückliefertarife und Förderbedingungen.»

Hintergrund zur Auswertung:

Die Auswertung hat Swiss Energy Planning (SEP) durchgeführt. Sie vergleicht das Potenzial auf gut geeigneten Schweizer Dächern (Open Government Data des nationalen Solarkatasters des BFE, www.sonnendach.ch) mit den Daten zur effektiven Ausnutzung (installierte Leistung aller Anlagen, die bei der Verwaltungsstelle Pronovo AG für die KEV oder EIV gemeldet sind und am 1. Januar 2018 in Betrieb waren).

Infos zu Swiss Energy Planning (SEP): https://www.swissenergyplanning.ch/

Linth24/OM