Uznach
14.07.2019
18.07.2019 06:33 Uhr

Paten für den Storchennachwuchs

Mit der Patenschaft über einen Weiss-Storch tragen Storchenfreunde dazu bei, das grossartige Tier im Linthgebiet zu erhalten.

Vor kurzem wurde in der Uzner Storchenstation neue Patenschaften übernommen. Bei einer Patenfeier erhalten Götti oder Gotte eine Urkunde in der Ringnummer, Brutort, Brutjahr und Name festgehalten werden. Die Paten wählten die Namen aus, welche sie den Tieren gaben. Darunter waren sehr phantasievolle wie Malepe, Piaodang, Paco, Adebar, Speerli, Speedy, Acaparo, Kalunga Risaja, Resi, Jessica, Yannik oder Kivi.

Die Patenschaft ist enorm wichtig auch für die Finanzierung der Betreuung. An der Storchentaufe durften die Paten bekannt geben, für welchen Zweck die Patenschaft bestimmt ist. Angegeben wurden unter anderem Geburt, Hochzeit, Geburtstag oder ein Jubiläum.

Bei einem gediegenen «Taufessen» vergnügten sich die Gäste und sie erfuhren beim vorgängigen Besuch in der Storchenstation Eindrückliches über die Storchenpopulation im Linthgebiet und weltweit.

Den Paten ist bewusst, dass «Ihr» Jungstorch eventuell nicht mehr zurückkommt, was natürlich bedauerlich wäre. Aber die Gefahren für die Störche auf der Wanderschaft werden immer grösser.

Über den Weisstorch und insbesondere diejenigen aus dem Linthgebiet, wird sehr genau Buch geführt. Seit 1934 werden Storchenzählungen und Flugrouten weltweit durchgeführt. Durchschnittlich verbringen 80-90 Störche die Sommermonate im Linthgebiet. Sie werden von der Storchenstation Uznach betreut. Dazu gehören auch die 41 Jungstörche, die kürzlich beringt wurden.

Ende August fliegen die Jungstörche in wärmere Gefilde. Die nächsten zwei Jahre werden sie in fremden Ländern verbringen. Ob der Uznacher-Storch dann wieder in Uznach registriert werden kann, bleibt jedes Jahr offen. Hat er sich inzwischen gepaart, werden sie sich sicher in Uznach wieder einnisten und dabei selber Jungstörche gross ziehen.

Werner Hofstetter, Linth24