Kanton
12.07.2019
12.07.2019 06:08 Uhr

Jungpartei sorgt sich ums Wasser

Die Jungen Grünliberalen St.Gallen fordern in einem offenen Brief an Regierungsrat Marc Mächler eine transparente Berichterstattung sowie griffige Massnahmen durch das Amt für Wasser und Energie.

Untersuchungen des interkantonalen Labors in Schaffhausen an über 300 Standorten in der Ostschweiz haben Rückstände des Pesitizids «Chlorothalonil» in Trinkwasser- und Grundwasserproben nachgewiesen und eine Überschreitung der Grenzwerte in über 10 Prozent der Proben gezeigt. Die Jungen Grünliberalen St.Gallen haben sich deswegen in einem offenen Brief an Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des Baudepartements des Kantons St.Gallen, gewandt. Die Jungpartei fordert, dass die Ursachen der Überschreitung der Grenzwerte ermittelt öffentlich kommuniziert werden. «Die Medienberichterstattung sowie Anfragen von Privatpersonen bezüglich des umstrittenen und von der EU im April 2019 verbotenen Pestizids Chlorothalonil haben uns dazu bewogen, aktiv zu werden. Der Verdacht, dass dieses Pestizid krebserregend ist, hat sich erhärtet», so Fabian Giuliani, Präsident der jglp.

Griffige Massnahmen durch das Amt für Wasser und Energie

Der Kanton hat in einer Mitteilung vom 10.07.2019 darüber informiert, dass in der Vergangenheit die Grenzwerte für diverse Pestizide überschritten wurden. Die in dieser Mitteilung seitens des Amtes für Wasser und Energie vorgeschlagene Sensibilisierungskampagne ist zwar begrüssenswert, bezüglich der hier vorliegenden Problematik aber als unzureichend zu betrachten, erklärt Selina Grass, Geschäftsleitungsmitglied der jglp: «Mit Blick auf die potentiell krebserregende Wirkung von Chlorothalonil fordern wir den Kanton St.Gallen, konkret das Amt für Wasser und Energie, zudem auf, umgehend geeignete und wirksame Massnahmen im Rahmen des Gewässerschutzes zu ergreifen, die weiteren zuständigen Stellen im Kanton diesbezüglich anzugehen und die Bevölkerung aktiv über die Gefahrensituation und – bannung zu informieren»

OM