Rapperswil-Jona
11.07.2019
11.07.2019 16:47 Uhr

RJ: Neues BWZ gibt es in 10 Jahren

Die Kantonsregierung und die Stadt Rapperswil-Jona unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Neubau des BWZ. Mit einer neuen Finanzierung soll der Bau rascher fertig sein.

Der Kanton beauftragt die Stadt Rapperswil-Jona, einen Neubau für das Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil zu erstellen. Der Kanton wird das Gebäude auf dem Gaswerkareal Lido mieten und zu einem späteren Zeitpunkt kaufen. Damit kann der Neubau rascher als ursprünglich vorgesehen erstellt werden. Das Gebäude soll bis voraussichtlich Ende 2029 bezugsbereit sein. 

Die Stadt Rapperswil-Jona schlug dem Kanton 2017 vor, das neue Berufs- und Weiterbildungszentrum auf dem Gaswerkareal im Lido mit eigenen Mitteln zu erstellen und dieses dem Kanton zusammen mit einer Kaufoption zu vermieten. Der Kanton und die Stadt Rapperswil-Jona haben ihre Zusammenarbeit für den Neubau nun mit einer Absichtserklärung konkretisiert. 

Das heutige BWZ vis-à-vis des Sonnenhofs, am Rand der Altstadt.

Gemäss der Absichtserklärung erwirbt der Kanton die Grundstücke im Lido für den Bau des neuen Berufs- und Weiterbildungszentrums für rund 6,47 Millionen Franken. Bereits 2017 stimmte die Bevölkerung der Stadt Rapperswil-Jona einem Landverkauf an den Kanton für ein neues Berufs- und Weiterbildungszentrum zu. Die Stadt Rapperswil-Jona wird im Auftrag des Kantons den Neubau auf dem Gaswerkareal Lido erstellen. Dafür erteilt der Kanton der Stadt ein Baurecht. Neben dem neuen Berufs- und Weiterbildungszentrum erstellt die Stadt auf dem Grundstück in einer Tiefgarage öffentliche Parkplätze. Nach Ablauf des Baurechts fällt das Gebäude an den Kanton. 

In einem nächsten Schritt werden die Baurechts- und Mietverträge sowie ein Nachtrag zum Kaufvertrag ausgearbeitet. Die Kompetenz für den Baurechtsvertrag und für den Nachtrag zum Kaufvertrag liegt bei der Bürgerversammlung der Stadt Rapperswil-Jona. Mit der Zusammenarbeit von Kanton und Stadt kann der Neubau früher erfolgen, als ihn die Regierung vorgesehen hatte. Der Architekturwettbewerb soll unter Federführung der Stadt bis Ende 2021 starten. Voraussichtlich bis Ende 2029 soll der Neubau erstellt werden. 

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil-Jona ist heute in drei Gebäuden untergebracht. Die Gebäude sind im Eigentum der Stadt und werden vom Kanton gemietet. Vor allem das Gebäude Brunacker III entspricht als ehemaliges Büroprovisorium weder baulich noch pädagogisch einem Schulgebäude. Eine bauliche Erneuerung bringt aufgrund der schlechten Gebäudestruktur keine Verbesserung. Mit einem Neubau können der Raumbedarf gedeckt und die Anforderungen an einen zeitgemässen Schulbetrieb erfüllt werden.

OM