Gesundheit
27.06.2019
25.08.2019 12:32 Uhr

Tag der offenen Tür im Spital Linth in Uznach

Das Spital Linth lädt die Bevölkerung am Samstag, 29. Juni von 10 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Besucher erhalten Einblick in die Operationssäle und vieles mehr.

Der Neubau «Haus D» im Spital Linth ist bezogen. Im neuen Gebäude befinden sich das Ambulatorium der Frauenklinik, die Physiotherapieräume, die Haustechnik, die Arztbüros, die Räume für das interdisziplinäres Ambulatorium, die Radiologie sowie Operations- und Endoskopieräume.

Die Perspektive eines Umzugs löst allgemein selten Begeisterungsstürme aus. Besonders herausfordernd und kompliziert gestaltet sich dieses Unterfangen, wenn – wie im Fall des Linth Spitals – während des Zügelns der medizinischen Ausrüstung der Spitalbetrieb so umfänglich wie nötig aufrechterhalten werden muss. Dass dieser Coup reibungslos gelang, ist einer soliden Vorausplanung und der Verlässlichkeit eines eingespielten Teams zu verdanken. Obwohl der Umzug sehr komplex war, konnten die meisten Abläufe sogar zügiger als vorgesehen bewältigt werden.

Die Informatikabteilung spielte in der Vorbereitung eine tragende Rolle, da so gut wie kein EDV-Gerät oder Bereich heutzutage ohne Netzwerk läuft. Netzwerkspezialisten und das Informatikteam des Spitals stellten sicher, dass die Vernetzung mit den Informatikschnittstellen des St. Galler Kantonsspitals sowie des kantonalen Zentrallabors koordiniert wurde. Nach einer dreiwöchigen Umbauzeit fand das Labor sein neues Domizil in den ehemaligen Räumen der Physiotherapie. Seit Mitte März ist das provisorische Ambulatorium mit zwölf Untersuchungszimmern und den Räumen der Funktionsdiagnostik im Neubau in Betrieb. Dort liegen auch die Büros für Chefärzte und Leitende Ärzte.

Die drei modernen Operationssäle, der Eingriffsraum, der Aufwachtrakt und die Sterilisation finden sich im neuen OP-Bereich.

Blick in die Operationssäle

Als grösste Herausforderung blieb die Verschiebung der Gerätschaften und Instrumente samt Zubehör der drei Operationssäle. Während der zweitägigen Aktion standen für nötige Eingriffe permanent ein OP-Saal und ein Team zur Verfügung. Zudem wurden Aufwachzimmer, Umbettraum, Garderoben sowie weitere Räume und Büros entsprechend ausgestattet und mit Mobiliar eingerichtet. Die einst im Haus C untergebrachte Frauenklinik befindet sich mit dem Büro des CEO Dr. Urs Graf in den neuen Räumen.

Geburtshilfe und Wochenbett verbleiben allerdings noch ein Jahr lang am bisherigen Standort im Altbau Haus C.

Therapeutische Gartennutzung

Der Therapiegarten als Heckenraum besteht aus einer Platzfläche, die von blühenden und duftenden Stauden eingefasst wird. Die Platzfläche wird derart ausgebildet, dass eine therapeutische Nutzung, etwa Laufen auf unterschiedlichen Oberflächen, Treppensteigen etc. ermöglicht wird. Sitzbänke und ein Trinkbrunnen dienen der Erholung. Die rahmende Hecke schützt vor Einblicken.

Das kantonalen Netzwerk Radiologie hat im Spital Linth im April dieses Jahres ein zusätzliches MRT der neuesten Generation von Siemens Healthineers in Betrieb genommen. Es liefert im Vergleich zu vorherigen Systemen durch die neue 2k-Aufnahmetechnik eine insgesamt vierfach höhere Auflösung.

Langfristige Nutzungsflexibilität gewährleistet

Der Neubau positioniert sich als eigenständiges Ergänzungsgebäude neben dem bestehenden Bettenhaus. Der Anschluss zwischen Alt- und Neubau erfolgt nur punktuell mittels einer zweigeschossigen Passerelle.

Die hochinstallierten Untersuchungs- und Behandlungsgeschosse des Neubaus wurden mit einer Geschosshöhe von 4,40 Meter erstellt, um eine langfristige Nutzungsflexibilität zu gewährleisten. Da die bestehende Spitalstruktur nicht diese idealen Geschosshöhen aufweist, werden die Niveauunterschiede auf den oberen und unteren Geschossen über Rampen mit kaum merklichem Gefälle überbrückt.

Die Fassaden des Neubaus verstärken die Wirkung der Gesamtkubatur. Das Bettenhaus bleibt dabei das identitätsstiftende Gebäude – der Neubau ordnet sich unter.

Spital Linth, Uznach