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Kanton
04.08.2020
04.08.2020 09:38 Uhr

Plan geht auf: Schwedens Fallzahlen im Sinkflug

In Schweden lebt man den Alltag nahezu normal weiter - seit Beginn der Corona-Krise.
In Schweden werden seit Beginn nur alte und kranke Menschen speziell gegen Corona geschützt. Kein Lockdown, keine Maskenpflicht. Ein Konzept, das logisch scheint und aufgeht.

In Schweden lebt man den Alltag nahezu normal weiter. Trotz weltweiter Kritik hielt Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Bestreben fest, Herdenimmunität zu erlangen. Die Schweden sind aufgefordert, Distanz zu wahren und auf die Hygienemassnahmen zu achten. Doch man setzt auf Freiwilligkeit. Eine Maskenpflicht gibt es bis heute nicht.

Ansteckungen eindämmen erhöht Gefahr

Wie die Corona-Zahlen zeigen, funktioniert diese Strategie. Die Kurve der Neuinfektionen sinkt seit über einem Monat, während der Rest der Welt mit steigenden Fallzahlen unterwegs ist. Auch Inselspital-Professor Urs Scherrer äusserte sich darüber zu Linth24: «Es gilt die These, dass je erfolgreicher ein Land die Zahl der Ansteckungen eindämmt, umso grösser ist die Gefahr einer späteren Ansteckungswelle oder das Fortbestehen über Jahre hinweg von unterdrückenden Massnahmen.»

Die tägliche Anzahl Corona-Tote sinkt in Schweden seit Mitte April, es gibt immer weniger Intensivpatienten in Spitälern. Das allerdings ist in der Schweiz nicht anders. Seit Ende Mai rund 20 mit oder an Corona Verstorbene, nur die Fallzahlen sind auf tiefem Niveau wieder am Steigen. Trotzdem diskutiert man weiterhin über Maskenpflicht in Schulen, Läden und geschlossenen Räumen...

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Linth24