Kanton
14.04.2019

STIFTSBEZIRK ST.GALLEN: LANGE WARTESCHLANGEN

Am Tag der offenen Türe im Stiftsbezirk St.Galllen standen die Besucher bis zu einer Stunde an, um kurz die Orginaldokumente sehen zu können.

Der «Tag der offenen Türen» des Unesco Weltkulturerbes Stiftsbezirk St.Gallen am Samstag, den 13. April 2019 hat die Erwartungen der Organisatoren weit übertroffen: Ausgebuchte Workshops, viermal eine fast volle Kathedrale für die Inspirationen in Musik und Wort und mehr als 5'000 gezählte Teilnehmende an Kurzführungen, an Kinderaktivitäten und in den neuen Ausstellungsangeboten des Stiftsbezirks.

Nicht nur Dompfarrer Beat Grögli war vom Ansturm begeistert. Auch sehr viele Besucher. So meinte eine Familie aus der Westschweiz: «Wir sind extra aus Genf angereist, um diesen Tag mitzuerleben. Und wir haben nicht die Hälfte gesehen, weil die Ausstellungen so genial sind. Wir werden nun noch einen Tag dranhängen, um in Ruhe nochmals die Ausstellungen zu besuchen.» Das dürfte ganz im Sinne der Verantwortlichen sein, die den Stiftsbezirk zu einem Touristenmagneten erster Güte machen wollen: Auf der gleichen Stufe wie das Schloss Chillon mit seinen 400'000 jährlichen Besuchern.

Der Freiburger OK-Co-Präsident des Tages Patrick Cotting meinte dazu: «Uns war es wichtig der gesamten St.Galler Bevölkerung aufzuzeigen, was für ein Juwel sie vor der Haustüre haben und wie sie es nutzen könnten. Deshalb gab es nicht nur St.Galler Wurst und ein Getränk, sondern ein vielfältiges Programm, das man unmöglich während eines einzigen Tages absolvieren konnte: Mit Emotionen, mit Musik, mit Kindern, mit Interaktion, mit Shows und mit dem Ziel, dass alle diesen Tag nicht vergessen und wieder kommen.»

Regierungsrat Martin Klöti erinnerte am Festakt an die nicht immer einfache Zeit der letzten Jahre, die auch dank externer Moderation zu einem neuen Zusammengehen zwischen allen Institutionen des Stiftsbezirks geführt habe. «Gestern hatten wir mit Bundesrat Alain Berset bereits einen Freiburger hier, der den neuen Ausstellungssaal eröffnet hat. Heute ist es mit Patrick Cotting ein anderer Freiburger, der nicht nur diesen Tag moderiert, sondern uns während den letzten zweieinhalb Jahren entscheidend weitergebracht hat.» Elisabetta Rickli-Pedrazzini vom Katholischen Konfessionsteil erinnerte daran, dass die Pracht des Stiftsbezirks den Benediktinern zu verdanken sei, «die uns Werte geschenkt haben, die sich lohnen, neu entdeckt zu werden!» Sie freute sich, dass es gelungen sei, mit neuen Angeboten der Weltöffentlichkeit einen Blick auf dieses Juwel zu gewähren. Schliesslich bestätigte Manfred Trütsch von der Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung, dass sich die Stiftung auch in den nächsten zehn Jahren weiter für den Stiftsbezirk so einsetzen werde, dass der nun entstandene neue Elan weiter gehe und nicht abreisse.

Dazu passende Linth24 Berichte:

https://linth24.ch/bundesrat-eroeffnet-kloster-schatzkammer/

https://linth24.ch/stiftbezirk-st-gallen-neu-entdecken/

https://linth24.ch/st-gallen-drei-ausstellungen-zum-stiftbezirk/

(OriginalMeldung, Autor: OK des Tages der offenen Türe)