Schmerikon
16.05.2019

NEUE KINDERTAGESSTÄTTE IN SCHMERIKON

Der Verein Chinderhus Rosengarten eröffnet im Herbst des laufenden Jahres die erste Kita in Schmerikon.

Der Verein hat mit dem Gemeinderat in einer Leistungsvereinbarung das Angebot von Kitaplätzen für Kinder bis Schuleintritt geregelt. Vorgesehen ist die Führung eine Gruppe mit 13 Plätzen an der Allmeindstrasse in Zentrumsnähe.

Knapp verlorene Urnenabstimmung 2016

Der Gemeinderat Schmerikon hatte im November 2016 der Bürgerschaft an der Urne eine Vorlage zu einer Leistungsvereinbarung mit einem Anbieter von Kindertagesstätten (Kita) zur Abstimmung unterbreitet. Mit äusserst knappen Ergebnis (50.7% Nein-Stimmen bei einer Beteiligung von 42%) wurde die damalige Vorlage abgelehnt. Der Gemeinderat hatte, bestärkt vom knappen Ergebnis und dem nachweisbaren Bedürfnis nach einem solchen Angebot, stets darauf hingewiesen, dass er sich nach wie vor um familienergänzende Betreuungsplätze im Ort bemühen wolle. Mit dem Verein Chinderhus Rosengarten, Uznach, hat er einen überzeugenden Partner zur Umsetzung dieses Vorhabens gefunden.

Langjähriger und qualifizierter Kita-Anbieter

Das Chinderhus Rosengarten betreibt eine Kita in Uznach mit 24 Betreuungsplätzen im Gewerbezentrum Rotfarb. Es ist als Verein organisiert und als solches nicht gewinnorientiert. Im achtköpfigen strategischen Führungsgremium, dem Vorstand, ist die Standortgemeinde Uznach vertreten. Die Vertretung von Schmerikon als weitere Standortgemeinde wird durch Statutenrevision angestrebt. Der Verein ist politisch unabhängig und konfessionell neutral. Der Bezug zum Rosengarten ist im Übrigen ein Erbe aus seiner Herkunft im Uzner Quartier Rosengarten direkt an der Grenze zu Schmerikon.

Seit 2014 trägt das Chinderhus Rosengarten mit Stolz das QualiKita-Label. QualiKita macht Qualität in Schweizer Kitas sichtbar und fördert deren Weiterentwicklung. Das Label schafft Transparenz für Eltern und Entscheidungsträger, erfasst sämtliche Qualitätsdimensionen einer Kita mit Fokus auf die pädagogische und betriebliche Qualität. Der Verein ist zudem Mitglied des Schweizerischen Dachverbands kibesuisse.

Das Chinderhus Rosengarten sieht vor, in einem bestehenden mehrgeschossigen Einfamilienhaus mit Garten an der Allmeindstrasse, wenige Schritte vom Bahnhof und vom Gemeindehaus entfernt, eine weitere Gruppe mit 13 Kindern zu betreuen. Die Verantwortlichen sind überzeugt, mit der bestehenden Erfahrung und durch optimale Nutzung von Synergien ihr vielfältiges und qualitativ hochstehendes Angebot auch erfolgreich an einem weiteren Standort anbieten zu können.

Elternbeiträge nach Einkommen

Die Finanzierung des Angebots erfolgt weitestgehend durch die Familien nach Tariflisten in Abhängigkeit von deren wirtschaftlichem Leistungsvermögen. Die Gemeinde übernimmt, wie bereits seit dem 1. Januar 2019 für Schmerkner Familien am Standort Rotfarb, die Differenz zu den Vollkosten individuell. Durch diese subjektbezogene Bezuschussung kann der Verein ein ausgeglichenes Ergebnis generieren; die Gemeinde unterstützt unmittelbar nur die Leistungsbezüger aus der eigenen Gemeinde.

Über diese Unterstützung hinaus leistet die Gemeinde einen einmaligen Beitrag von Fr. 15'000. Der Bund leistet hohe Beiträge in der Startphase von 2-3 Jahren und schiebt solche Projekt weitsichtig an. Die Vereinbarung ist befristet bis Ende 2021. Die Bürgerschaft wird spätestens an der Bürgerversammlung 2021 verbindlich über die Überführung der Leistungsvereinbarung in ein unbefristetes Vertragsverhältnis entscheiden können.

Hoher Nutzen für Familien und Gesellschaft

Der Gemeinderat Schmerikon ist überzeugt, dass das Angebot von familienergänzenden Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter ein hohes gesellschaftliches Interesse auch in Schmerikon darstellt. Er ist zudem überzeugt, im Verein Chinderhus Rosengarten, mit welchem auch die benachbarten Gemeinden Uznach und Gommiswald gleichlautende Leistungsvereinbarungen haben, einen geeigneten, erfahrenen und zuverlässigen Partner gefunden zu haben.

Die Erfahrungen mit subjektbezogener Finanzierung zeigen zudem, dass die 2016 anlässlich der Urnenabstimmung in die politische Diskussion eingebrachten enormen Aufwendungen für das Gemeinwesen, nicht der Tatsache entsprechen. Unter Berücksichtigung des gesamten volkswirtschaftlichen Nutzens sind diese Ausgaben mehr als nur angezeigt.

Nicht zuletzt erhofft sich der Gemeinderat auch, dass der zahlreich anwachsende Wohnraum in Schmerikon dank der neuen Kita insbesondere auch Familien mit Kindern anziehen möge.

(OriginalMitteilung, Autor: www.chinderhus-rosengarten.ch)