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Rapperswil-Jona
22.09.2022
22.09.2022 17:06 Uhr

Die SGKB lud zum Eishockey-Talk

Podiumsgespräch mit v.l.n.r.: Stefan Hedlund, Trainer SCRJ Lakers; David Aebischer, Verteidiger SCRJ Lakers; Lars Weibel, Director National Teams bei Swiss Ice Hockey Federation; Stefan Bürer, Leiter PR & Kommunikation SCRJ Lakers
Podiumsgespräch mit v.l.n.r.: Stefan Hedlund, Trainer SCRJ Lakers; David Aebischer, Verteidiger SCRJ Lakers; Lars Weibel, Director National Teams bei Swiss Ice Hockey Federation; Stefan Bürer, Leiter PR & Kommunikation SCRJ Lakers Bild: Markus Arnitz, Linth24
Heute Inspiration, morgen Erfolg: An einer weiteren KMU-Profil-Veranstaltung lud die St. Galler Kantonalbank bekannte Persönlichkeiten aus der Eishockey-Welt zum Talk ein.

Die Nähe zum lokalen Gewerbe zeichnet die St. Galler Kantonalbank aus. In ihren KMU-Profil-Veranstaltungen bietet sie Führungskräften aus Gewerbe und Handel eine beliebte und gut besuchte Begegnungs- und Netzwerkplattform. Am Mittwochabend begrüsste Sandro Walther, Leiter Niederlassung Rapperswil, eine illustre Gästeschar im Eishockeystadion in Rapperswil.

Sandro Walther, Niederlassungsleiter der St. Galler Kantonalbank Rapperswil-Jona begrüsst die Gäste zum Eishockey -Talk. Bild: Markus Arnitz, Linth24

Als Moderator durch den Abend führte Stefan Bürer, Kommunikationschef der SCRJ Lakers und vielen bekannt als ehemaliger Sportkommentator bei SRF. Den Fragen stellten sich Stefan Hedlund, Trainer SCRJ Lakers, David Aebischer, SCRJ-Verteidiger und Lars Weibel, Director National Teams bei Swiss Ice Hockey Federation

Führen durch Vorbild

Den Einstieg in die Talk Runde begann Stefan Hedlund, Coach des SCRJ. Er machte gleich klar, « dass ich nicht alle Antworten kenne. Meine Aufgabe ist es, dass sich die Spieler wohlfühlen, dass ich sie, deren Potential, so genau wie möglich kennen lerne, um sie zu motivieren.» Der Erfolg müsse aus innerem Antrieb kommen. Die Methoden früherer Zeiten, wo der Trainer der allesbestimmende Boss ist, seien vorüber. Das Coaching verändert sich mit der Geschwindigkeit des Sports und dem Nachrücken der jungen Generation.

Führung ist «people business»

Lars Weibel: «Für gute Führer ist Fachkompetenz unabdingbar. Die emotionalen und sozialen Kompetenzen sind enorm wichtig, denn «Führen» stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Es ist ein people business.» Stefan Hedlund: «Eishockey ist immer noch ein wenig Macho-Geschäft, das ist und zeigt aber auch einen Mangel an Kompetenzen.» Deshalb sei die Kommunikation in individuellen Meetings von zentraler Bedeutung. Nicht nur bei den Spielern, sondern auch mit dem Team als Ganzes und selbstverständlich auch mit dem betreuenden Umfeld. «Fehler sind erlaubt, aber man muss verstehen, warum man diese gemacht hat.» Was im Sport gilt, lässt sich 1:1 in die Strukturen der meisten Unternehmen umsetzen.

Erfolg durch Vertrauen

David Aebischer, der als vielversprechendes Talent zwei Saisons in der kanadischen Nachwuchsliga spielte: «Ich habe lieber einen Coach der mir sagt, wie ich mich verbessern kann. In Kanada war das Coaching anders. In Rapperswil gilt als Coaching eine Lernstrategie, dass passt mir besser und deshalb kam ich zurück.» Im Gespräch mit allen Beteiligten war klar, wie wichtig Vertrauen in der Interkation zwischen Clubmanagement, Trainer-Equipe und Mannschaften ist. Die Aufgabe einer Führungskraft sei es, den Spielern oder Mitarbeitern zu helfen und nicht, dass die Mitarbeiter den Chef gut aussehen lassen.

Im anschliessenden Apéro vertieften die Teilnehmer ihre Eindrücke und Erkenntnisse in einem breiten Umfeld mit interessanten Gesprächspartnern. Die SCRJ U-20 Mannschaft, die gleich anschliessend auf dem Spielfeld den LHC Academy Sàrl mit 5:2 besiegten, war der beste Beweis für die zuvor vorgestellte Führungsphilosophie.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24