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Schmerikon
13.09.2022
14.09.2022 09:09 Uhr

Zwei Jungunternehmer starten mit ihrer App durch

Leonardo Reinhard und Sven Affeltranger sind selbst begeisterte InClub-User.
Leonardo Reinhard und Sven Affeltranger sind selbst begeisterte InClub-User. Bild: Jérôme Stern/Linth24
Ihre App war in der Corona-Zeit ein Riesenhit. Nun zünden Sven Affeltranger aus Schmerikon und Leonardo Reinhard aus Küsnacht mithilfe von Investoren die zweite Stufe.

Die App namens InClub schlug bei ihrer Präsentation vor knapp zwei Jahren mächtig ein. Mit dieser Anwendung konnten Partygänger den ihnen passenden Anlass finden und Veranstalter ihren Event promoten. Innerhalb eines Jahres fanden rund 15'000 Nutzerinnen und Nutzer Gefallen daran. «Unsere App kam genau zur richtigen Zeit auf den Markt. Während Corona und Lockdown suchten Leute nach neuen  Möglichkeiten, sich zu vernetzen und zusammenzufinden», erzählen der Schmerkner Sven Affeltranger und der Küsnachter Leonardo Reinhard beim Interview. «Mittlerweile haben wir Nutzer und Veranstaltungen aus allen grossen Schweizer Städten in der Deutschschweiz.» 

Mit der Lancierung ihrer App hatten Affeltranger und Reinhard alles auf diese Karte gesetzt. Zunächst finanzierten sie sich durch Veranstaltungen. Mit dem Erfolg können sich die Beiden aber mittlerweile ganz auf die App konzentrieren. Zumal sie in einer kürzlich abgeschlossenen ersten Finanzierungsrunde mehrere hunderttausend Franken einnehmen konnten. Der nächste Meilenstein wird die bevorstehende Gründung einer Aktiengesellschaft sein. 

Leonardo Reinhard (links) und Sven Affeltranger setzen alles auf ihre App. Bild: Jérôme Stern/Linth24

Ständige Verbesserungen

Für die beiden Jungunternehmer ist klar, dass sie ihre App ständig neuen Anforderungen anpassen müssen. Was logischerweise wiederum Geld kostet. «Eine Plattform braucht kontinuierliches Engineering, dazu kommt ein entsprechendes Marketing, um neue Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen. «Die meiste Werbung läuft über Social Media, aber wir haben auch mit Influencern zusammengearbeitet», sagt Reinhard. 

Was hat sich konkret an der App verändert? Reinhard erklärt: «Zuerst einmal hat sich unser Geschäftsmodell gewandelt. Und zwar wurde die App von einem Marktplatz von Anbietern und Usern zu einem sozialen Netzwerk von Nutzer zu Nutzer.» Ihre App sei zwar eine Social-Media-Plattform, aber unterscheide sich in einem wesentlichen Punkt von anderen Angeboten: «Die Leute lernen sich mittels InClub kennen, aber anschliessend können sie sich ganz real im richtigen Leben treffen.»

Reinhard erklärt wie es genau funktioniert: Er ruft seine persönliche Startseite auf. Darauf erkennt ein anderer User, welche Hobbys und sozialen Aktivitäten Reinhard pflegt. «Wenn sich jemand nun für eine Teilnahme zum Beispiel an einem Schachspiel oder einem Restaurantbesuch interessiert, kann sie oder er mich via App kontaktieren. Er könne auch einen Gruppenchat erstellen und sich mit mehreren Leuten austauschen. 

Leonardo Reinhard und Sven Affeltranger sind selbst überzeugte Nutzer der App. Bild: Jérôme Stern/Linth24

Visionärer Ansatz 

Seit der Lancierung der App hat sich viel getan: Während sie ihre App bislang mittels einer GmbH vermarktet haben, steht nun – wie erwähnt – die Gründung einer Aktiengesellschaft an. Wobei das Kapital von sogenannten «Business Angels» und professionellen Investoren stammt. Die Passion und der Ziel der beiden Gründer hat sich jedoch nicht geändert: Sie wollen Menschen im echten Leben vernetzen und nicht einfach nur virtuelle Kontakte ermöglichen. «Damit wollen wie einen Gegentrend zur üblichen Social Media schaffen. Wir sind darauf bedacht, wirkliche langanhaltende und reale Beziehungen zu schaffen. Andere Plattformen melken ihre User nur als virtuelle Cash Cows.»

Jérôme Stern, Linth24