Kanton
20.04.2019

REGIERUNG SPENDET 30'000 FRANKEN FÜR «SAVE THE CHILDREN»

Die Regierung unterstützt die Hilfsorganisation Save the Children Schweiz mit einem Beitrag von 30'000 Franken für die Nothilfe im Bürgerkriegsland Jemen. Die Hilfsorganisation unterstützt Gesundheitseinrichtungen, betreibt selber Behandlungszentren und verteilt Hilfsgüter an Bedürftige.

Seit vier Jahren tobt im Jemen ein verheerender Bürgerkrieg, der weitgehend ohne Rücksicht auf die Sicherheit der Zivilbevölkerung ausgetragen wird. Von der Öffentlichkeit nahezu ignoriert, hat sich der Konflikt zu einer der grössten humanitären Krisen weltweit entwickelt. Täglich werden Luftangriffe auf Wohnhäuser oder zivile Einrichtungen wie Schulen und Spitäler gemeldet. Tausende Zivilisten sind in den letzten vier Jahren ums Leben gekommen, über 3,3 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Staatliche Strukturen und die Wirtschaft sind zusammengebrochen, dementsprechend katastrophal ist die Versorgungslage. 75 Prozent der Bevölkerung ist mittlerweile auf humanitäre Hilfe angewiesen, über 300'000 Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt und kämpfen ums Überleben. Die 2017 ausgebrochene Cholera-Epidemie gilt bis heute als eine der schlimmsten aller Zeiten.

Trotz der schlechten Bedingungen für humanitäre Organisationen im Jemen gelingt es Save the Children Schweiz, in mehreren Bezirken des Landes Nothilfe zu leisten. Die Hilfsorganisation unterstützt stationäre Gesundheitseinrichtungen und mobile Gesundheits- und Ernährungsteams. Ausserdem betreibt sie Behandlungszentren für an Cholera und Diphterie erkrankte Menschen. Des Weiteren bietet Save the Children Schweiz Kindern sichere Aufenthaltsorte, wo sie lernen und spielen können. Ausserdem verteilt die Organisation Lebensmittel, Vitaminpräparate, Mikronährstoffpulver an Kinder, Schwangere und stillende Frauen sowie Bargeld und Gutscheine an Familien für den Kauf von Lebensmitteln.

Damit Save the Children Schweiz seine humanitäre Hilfe im Bürgerkriegsland Jemen wahrnehmen kann, ist das Hilfswerk dringend auf Spenden angewiesen. Die Regierung hat 30'000 Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen und bringt damit die Solidarität der St.Galler Bevölkerung mit den betroffenen Menschen im Jemen zum Ausdruck.

(OriginalMitteilung, Autor: Staatskanzlei Kanton St.Gallen)