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Amden
14.07.2022
14.07.2022 11:42 Uhr

Museum Amden zeigt Aquarelle für Auge und Herz

Die naturalistischen Darstellungen der Kaltbrunnerin bestechen durch Detailtreue und zeigen die Möglichkeiten der Aquarellmalerei in ihrer schönsten Form. Vernissage ist am 13. August, um 17 Uhr.
Die naturalistischen Darstellungen der Kaltbrunnerin bestechen durch Detailtreue und zeigen die Möglichkeiten der Aquarellmalerei in ihrer schönsten Form. Vernissage ist am 13. August, um 17 Uhr. Bild: zv
Vom 14. August – 30. Oktober werden in der Galerie des Museum Amden die Bilder von Doris Mair zu sehen sein. Es sind eingefangenen Landschaftsstimmungen und staunende Blicke auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Doris Mair ist im Museum Amden keine Unbekannte. Bereits im Jahr 2015 war sie hier mit ihren Werken zu Gast. Nun, zu ihrem 60. Geburtstag, beschenkt sich die Künstlerin mit einer neuen Ausstellung im Bergdorf und nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise in die faszinierende Welt des Aquarells. Dabei bringt sie die jahrhundertealte Maltechnik mit der «Momentaufnahme» in der Natur zusammen, spricht im künstlerischen Ausdruck das aus, was nicht in Worte zu fassen ist.

Trouvaillen vor der Haustüre

Fauna und Flora im Wandel der Jahreszeiten, umgarnt von Licht und Schatten und eingebettet in einen natürlichen Kreislauf, lebt in eingerahmtem Papier, hinter Glas weiter. Man wandelt in den Werken durch Landschaften und Sehnsuchtsorte, begegnet tierischem Schalk und staunt über die Blütenpracht in Form und Farbe. Dabei findet die Künstlerin ihre Sujets meist direkt vor ihrer Haustüre in Kaltbrunn. «Ich sehe immer etwas, das mich anspricht», meint Mair, die oft auch mit der Kamera unterwegs ist. Das Talent, das Gesehene in eine eigene künstlerische Sprache zu übersetzen, hat sie schon in Kinderjahren entdeckt und später in Kursen, aber auch als Autodidaktin weiter kultiviert. Doris Mairs Sinn für Stimmung und Komposition wuchs mit ihrer Malerfahrung – und ist nun zu ihrer eigenen Handschrift geworden.

Malen ohne Netz und doppelten Boden

Die Bilder, welche Doris Mair in Amden zeigt, sind in den Jahren 2015 – 2022 entstanden. Die Werke zeugen von einer grossen Schaffenskraft und zeigen auf, wie mit Variationen in Technik und Ausgestaltung immer neue spannende Akzente im Aquarellbild gesetzt werden können. Der Ausdruck ist nicht nur in den idealformatigen Bildern stimmig, sondern auch in den Kunstkarten und den Foto-Drucken.

Mit der Bewegung in der Natur beginnt für Mair der Prozess des Malens und wenn dieser «Flow» Einzug in ihre Bilder hält, dann kommt die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen auch beim Betrachter an. Man findet das Ergebnis in Mairs Tier-Darstellungen, in den feinen Blumenbouquets oder in Landschaften in Nass-in-Nass-Technik. Aquarellmalen ist kein Malen mit Netz und doppeltem Boden. Die Technik lässt kaum Korrekturen zu und ist ein Zusammenspiel von Spontanität, Gespür und Können. Die Vernissage vom 13. August und die bis im Oktober dauernde Ausstellung laden ein, die zeitlose Schönheit der Aquarelle, ihre Vitalität und Leuchtkraft zu erleben.

Gabi Corvi