Eschenbach
09.03.2019

NUR EIN KANDIDAT BEI DER WAHL IN ESCHENBACH

Für die Wahl des Gemeindepräsidenten von Eschenbach ist Cornel Aerne (CVP) der einzige Kandidat. Die überparteiliche Findungskommission fand keine weitere Bewerber, denn kurz vor Anmeldeschluss hatte sich der einzige Konkurrent von Aerne zurückgezogen.

(OriginalMeldung der Findungskommission): Findungskommission Eschenbach - Ergebnisbericht Mit dem Ziel, zwei bis drei geeignete Kandidaten für das Amt eines Gemeindepräsidenten/in der Eschenbacher Bevölkerung vorschlagen zu können, machten sich elf Mitglieder zusammengesetzt aus allen fünf Ortsparteien am 29. Januar 2019 an die Arbeit mit dem Ziel, dass parteiübergreifend einen qualifizierten Gemeindepräsiden/in gefunden werden soll. Auch der Gemeinderat äusserte sich mit der Meinung, dass diese Aufgabe durch die Parteien wahrzunehmen sei.

Nach umfangreichen Abklärungen der auszuübenden Funktionen (keine Pflichtenhefte vorhanden) eines Gemeindepräsidenten oder einer Gemeindepräsidentin, konnte die FiKo ein Anforderungsprofil in Bezug auf Fachkompetenzen und Ausbildung definieren, das sich dann in der Ausschreibung in verschiedenen Print- und Sozialen Medien widerspiegelte. Ein Gemeindepräsident/in hat eine Doppelrolle wahrzunehmen. Auf der einen Seite ist er  oder sie Vorsitzende/r des Gemeinderates, hat die klassische, politische Präsidenten-Rolle mit Repräsentationsaufgaben und auf der anderen Seite leitet er die Verwaltung mit 50 Mitarbeitenden und übt zusätzlich Funktionen aus, die eine gute Ausbildung und Erfahrung analog eines Geschäftsführers bzw. eines Personalchefs oder Finanzverantwortlichen voraussetzt.

Obwohl eine stattliche Entschädigung von ca. 200‘000 CHF exkl. Sitzungsgelder und Spesen im Angestelltenverhältnis für die leitenden Funktionen in der Verwaltung angeboten wird, konnte sich vorerst niemand dafür begeistern für das anspruchsvolle Amt zu kandidieren. Trotz sehr kurzer Findungsphase, vorgegeben durch den Gemeinderat, änderte sich die Situation kurz vor Anmeldeschluss. Es wurden die vollständigen Unterlagen, wie Leumundszeugnis, Lebenslauf, Zeugnisse, etc., von zwei Bewerbern, beide aus Eschenbach, eingereicht. Nach Einsicht der Dossiers und persönlichen Interviews durch das  FiKo HR-Team wurde der Erfüllungsgrad der Bewerber in Bezug auf das  Anforderungsprofil faktenbasiert bewertet.

Der eine Kandidat ist der Bevölkerung bereits bekannt, da er sich in den Medien vorgestellt und seine Vorzüge dargelegt hat. Der zweite Kandidat, ist eine Persönlichkeit aus der Wirtschaft (nicht politisch) mit einem ausgezeichneten Leistungs- und Ausbildungsnachweis in Bezug auf die Funktionen eines Gemeindepräsidenten.

Völlig überraschend mussten wir, einen Tag vor der Wahl zur Nomination durch die Parteipräsidenten bzw. Mitglieder der FiKo, seinen Rückzug der Kandidatur entgegen nehmen. Nach seinen eigenen Recherchen bei der Bevölkerung und der Gemeinde kam er zum Schluss, zum Schutz der eigenen Familie und sich selbst keinen Wahlkampf unter diesen Voraussetzungen in der Eschenbacher Gemeinde zu führen.

Da das Ziel eine Auswahl bieten zu können nicht erreicht wurde, entscheidet die FiKo letztlich keinen Kandidaten zu unterstützen.

Damit entfällt die Nominationsversammlung und Pressekonferenz vom 12. März 2019 im Custorhaus. Die FiKo bedauert sehr in dieser kurzen Zeit keine Auswahl an geeigneten Kandidaten präsentieren zu können.

Die zur Verfügung stehende Zeit von nur gerade sechs Wochen war einfach nicht ausreichend. Als positive Erfahrung kann die überparteiliche Zusammenarbeit als Erfolg bezeichnet werden und wird für künftige Projekte weitergeführt.

Die FiKo bedankt sich für die vielen positiven Zusprüche aus der Bevölkerung.

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(OriginalMitteilung, Autor: Findungskommission Eschenbach bestehend aus Vertretern der CVP, FDP, Forum Eschenbach, SP und SVP)