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Rapperswil-Jona
04.07.2022
04.07.2022 14:49 Uhr

SLRG schwamm für guten Zweck

Die Patenschaft Bulgarien durfte von der SLRG einen grossen Check als Spende übernehmen (v.l.n.r.): Regina Lehner (Präsidentin SLRG), Vanessa Baer, (Jugendverantwortliche SLRG), Roger Baer (Präsident des Vereins).
Die Patenschaft Bulgarien durfte von der SLRG einen grossen Check als Spende übernehmen (v.l.n.r.): Regina Lehner (Präsidentin SLRG), Vanessa Baer, (Jugendverantwortliche SLRG), Roger Baer (Präsident des Vereins). Bild: Hans Peter Rathgeb
Die Rettungsschwimmer der SLRG setzten ihre Leistung für einen guten Zweck ein: Die Patenschaft Bulgarien, die ein Frauenhaus betreibt, durfte am Schluss einen Check im Wert von 19'185 Franken entgegennehmen.

Die Sektion Rapperswil-Jona der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) führte aus Anlass des Präventionswochenendes der Sektion Zürich einen Sponsoren-Anlass durch. Die Rettungsschwimmer schwammen im Schwimmbad Lido während 15 Minuten so viele Längen wie möglich im 50 Meter Becken. Jeder hatte im Vorfeld Sponsoren überzeugt, einen bestimmten Betrag pro Länge zu spenden. Mit dabei waren auch die Nachwuchs-Rettungsschwimmer.

Rettungsschwimmen zum Leben retten

Menschen ertrinken beim Wassersport: vor allem beim Baden und Schwimmen sowie beim Bootfahren. Aber auch in einer Vielzahl von anderen Lebenssituationen ereignen sich Ertrinkungsunfälle: Kinder, die beim Spielen ins Wasser fallen oder Verkehrsunfälle, bei denen Fahrzeuge ins Wasser geraten.

Durch eine gezielte Ausbildung werden schon jüngere Schwimmer für die Rettung ausgebildet. Ertrinken verhindern ist die grosse Aufgabe der SLRG. In der Region ist die SLRG vor allem bei Publikumsanlässen wie zum Beispiel beim traditionellen Lützelau-Schwimmen.

 

Wacker wurden während 15 Minuten im Lido Rapperswil Längen geschwommen. Bild: Hans Peter Rathgeb

Ein Frauenhaus in Bulgarien

Die Patenschaft Bulgarien wurde 1998 durch den damaligen Bischof von St. Gallen, Ivo Fürer, ins Leben gerufen. Zwei Jahre später übernahm der Verein aus Rapperswil-Jona diese Aufgabe. Ziel war es von Beginn weg, ein Tageszentrum für alleinerziehende Mütter in Sofia aufzubauen. In Not geratene Mütter werden materiell und ideell betreut und erhalten Hilfe bei der Integration in die Gesellschaft.

2013 konnte der Verein dafür sogar eine eigene Liegenschaft erwerben, um auch in Zukunft nachhaltig wirken zu können. Die Frauen werden nach dem Motto «Hilfe zur Selbsthilfe» in einer kunsthandwerklichen Werkstatt beschäftigt. Textile und keramische Dekorationsgegenstände werden hergestellt, welche in Bulgarien und der Schweiz über Claro-Läden oder an Basaren verkauft. Die jährlichen Kosten von rund 90'000 Franken werden zu 90 Prozent durch den Verein Patenschaft Bulgarien gedeckt. Dieser lebt von Sponsoren und Spenden, alle Informationen finden Sie hier.

Verein Patenschaft Bulgarien