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Kultur
14.06.2020
14.06.2020 17:39 Uhr

«Das blues’n’jazz ist ein Traum von mir»

Die Blues- und Soulsängern Larissa Baumann hätte heute ihren Auftritt am blues’n’jazz gehabt
Die Ostschweizer Sängerin Larissa Baumann wäre heute Sonntag am blues’n’jazz in Rapperswil aufgetreten. Doch die Pandemie machte dem Event einen Strich durch die Rechnung. Linth24 hat die Blues- und Soulsängerin zum Gespräch getroffen.

Es hätte alles so schön gepasst für die Ostschweizer Soul- und Bluessängerin Larissa Baumann. Im März erschien ihr Debüt-Album «Gotta break free» – und heute Sonntag hätte die Frau mit der markanten Stimme das Album am blues’n’jazz präsentieren können.

Doch aufgrund des Coronavirus findet ihr Auftritt nun nicht statt. «Es ist wirklich sehr schade,» bedauert Larissa Baumann die Absage des Festivals, «denn ich wollte mit meiner Band und dem neuen Album auf Showtour gehen, mit dem grossen Highlight hier in Rapperswil.»

Seit über 10 Jahren im Geschäft

Larissa Baumanns Karriere begann vor rund zehn Jahren, als sie mit Jeff Turner als Special Guest auf Tournee ging. Sie entwickelte in der Folge ihren Stil weiter, erweiterte auch ihr musikalisches Repertoire, von Soul über Blues bis hin zum Rock und Pop. Zusammen mit ihrer Band verzückt sie seit Jahren das Publikum an vielen renommierten Festivals und wurde in Nordkorea am Frühlingsfest mit dem «Best Solo Performance» Preis ausgezeichnet.

Larissa Baumann nahm sich Zeit für einen Besuch bei Linth24.

Larissa Baumann, an diesem Wochenende wären Sie mit Ihrer Band am blues’n’jazz aufgetreten. Nun findet dies aufgrund des Coronavirus nicht statt. Was geht in Ihnen dabei vor?
Es ist wirklich sehr, sehr schade. Ich habe mich riesig auf das blues’n’jazz gefreut und war im ersten Moment sehr enttäuscht. Aber es war ja nicht das einzige Festival, das abgesagt wurde - all das musste ich zuerst verarbeiten.

Was bedeutet das blues’n’jazz für eine Musikerin wie Sie? Sie sind mit Ihrer Band bereits an vielen Schweizer Festivals aufgetreten und waren auch schon im Ausland engagiert.
Das blues’n’jazz ist ein geniales Festival und gerade als Schweizer Musikerin ist es eine grosse Ehre und Freude, hier ein Engagement zu erhalten. Es war übrigens schon lange ein Ziel und Traum von mir, hier aufzutreten. Ich denke, ich habe in den letzten Jahren sicher vier oder fünf Mal «angeklopft» (lacht).

Es wäre auch von einem anderen Aspekt her gesehen der optimale Zeitpunkt gewesen: Sie haben am 7. März dieses Jahres Ihr Debüt-Album «Gotta break free» herausgebracht und wollten damit auf Tournee gehen.
Ganz genau. Alles hat eigentlich optimal gepasst und war genau aufeinander abgestimmt – mit dem Release meines Albums im März, mit der darauf folgenden Showtour, mit der Teilnahme am blues’n’jazz. Aber auf einen Schlag waren alle Pläne praktisch von einem Tag auf den anderen ins Wasser gefallen. Das war heftig für mich.

 

Sie sind schon über zehn Jahre «im Geschäft» und haben seit fünf Jahren eine eigene Band. Wie haben Sie diese Zeit als Künstlerin erlebt?
Wenn ich so zurückschaue, auf die letzten zehn Jahre als Profimusikerin, dann stelle ich fest, dass immer wieder neue Türen aufgegangen sind, die mich einen grossen Schritt weiter gebracht haben. Es brauchte aber Mut, durch diese Türen auch zu gehen. Das klingt viel einfacher, als es effektiv ist. Das war mit Jeff Turner so, da lernte ich so viele gute und auch spannende Leute kennen, das war in Nordkorea auch der Fall, wo ich eine eindrückliche Zeit erlebte, aber im Vorfeld doch unsicher war, ob ich einen solchen Schritt überhaupt wagen soll.

Sie sprechen das grosse Frühlingsfest in Pjöngjang, Nordkorea, an. Da sind Sie 2014 aufgetreten. Das war sicher ein unvergessliches Erlebnis.
Es war in der Tat eine grosse Ehre, dass ich für dieses Festival engagiert wurde. Natürlich war auch alles rund herum speziell, aber ich habe selten ein so gut organisiertes Festival erlebt, wie das in Pjöngjang. Ich hatte meine Soloauftritte am Flügel und habe sogar noch einen koreanischen Song aufgeführt. Es kam offensichtlich sehr gut an bei den Leuten, denn ich wurde mit dem «Best Solo Performance» Preis ausgezeichnet.

Ihr Debütalbum heisst «Gotta break free» und wurde diesen März veröffentlicht. Wieso dauerte es so lange, bis Sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben?
Geplant hatte ich es schon lange, aber wie es im Leben so ist: Es kamen viele Liveauftritte dazwischen, und so verzögerte es sich immer mehr. Aber anfangs 2019 war ich dann bereit, dass Projekt definitiv anzupacken. Die Musik hat Angelo Signore, mein Pianist in der Band, komponiert und ich habe die Texte geschrieben. Zuerst war eine EP mit fünf Stücken geplant, doch als wir starteten, lief es wie «am Schnürchen» und ein Song folgte dem anderen. Daraus ist eine CD mit acht Songs entstanden.

Larissa Baumann steht auf dem Curtiplatz, dort wo sie nächstes Jahr ihren Auftritt am blues’n’jazz hat.

Wie sieht es für Sie mit einem Auftritt beim blues’n’jazz 2021 aus? Haben Sie schon eine Rückmeldung erhalten?
(strahlend) Ich habe die Zusage erhalten, dass ich aufgrund der diesjährigen Absage nächstes Jahr hier auftreten kann. Somit gilt also «verschoben ist nicht aufgehoben». Ich freue mich riesig aufs Rapperswiler Publikum und hoffe, dass es ein richtig «fätziger», toller Sonntag Morgen wird.

2 CD's zu gewinnen

Linth24 verlost zwei CD's "GOTTA BREAK FREE von Larissa Baumann.
Sende ein E-Mail an agenda@linth24.ch 
Einsendeschluss ist der 18. Juni, 12.00 Uhr. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen zur Sängerin finden Sie hier.

Rolf Lutz, Linth24
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