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Uznach
05.05.2022

Ruhige Bürgerversammlung in Uznach

An der Bürgerversammlung in Uznach waren nur zwei Geschäfte traktandiert.
An der Bürgerversammlung in Uznach waren nur zwei Geschäfte traktandiert. Bild: Werner Hofstetter, Linth24
An der ordentlichen Bürgerversammlung in Uznach waren zwar nur zwei Geschäfte traktandiert, doch Stoff für Diskussionen gab es dennoch genug.

Wenn nur zwei Geschäfte an der Bürgerversammlung traktandiert sind, darf nicht mit einem Massenbesuch gerechnet werden. Trotzdem konnte Gemeindepräsident Diego Forrer 130 Stimmberechtigte am Mittwochabend begrüssen. Nach der neusten Gemeindeverordnung wird der Geschäftsbericht nicht mehr allen 3200  Haushaltungen zugestellt. Die Druckausgabe kann aber in der Gemeinde bestellt oder gleich abgeholt werden.  Von dieser Neuerung nahmen aber nur 80 Bürgerinnen und Bürger Gebrauch.

Budget: Defizit von 2,21 Mio. Franken

Das Budget sah ein Defizit von 2,21 Mio. Franken vor. Dank kostenbewusster Gemeindeführung entstand ein Defizit von 9`390.- Franken. Der Steuerfuss bleibt weiter bei 228 % plus 24 % Kirchensteuer.  Die speditive Abwicklung der Bürgerversammlung gab Gelegenheit, dass Gemeindepräsident Forrer einige Probleme ansprechen konnte, die dann doch zu Diskussionen führte, so u.a. Regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster, Schulprobleme, Altersvorsorge, Pflegezentrum, Arealentwicklung, Ortsplanung, Ukraine.

Verschiedene Diskussionsthemen

Der Inhalt im Bericht der GPK gab Anlass für Detailauskunft. Der Verdacht, dass in der Schulgemeinde der «Hund» begraben sei, konnte widerlegt werden – sie berichtete sogar von einer «Misere». Der GPK fehlten einige Sitzungsprotokolle. Felix Rüegg, Rektor an der Schule Uznach hat erst im September 2021 das Rektorat angetreten. Wie er schilderte war es ein «harziger Anfang». Da einige Führungskräfte fehlten oder in Kündigung standen musste Rüegg zuerst Prioritäten setzen. 

Ein Bürger äusserte sich über «Alter in Uznach». Er findet die Errichtung einer neuen Amtsstelle „Altersberatung Uznach als Drehscheibe» nicht für nötig. Im Linthgebiet seien viele Anlaufstellen schon vorhanden, die Altersfragen behandeln können. Ein Pilotprojekt wird nicht unterstützt, auch wenn sie durch Kanton, regional und Lotteriefond unterstützt werden.

Das Tempo des Gemeinderates für den Kauf des PZL ist einem Mitbürger zu wenig intensiv. Er erwartet ein Kaufvertrag oder zumindest ein Vorkaufvertrag, damit die Regelung nach zwei jähriger Benutzung durch Asylanten in Kraft treten könnte.

Die leidige Planungsverzögerung der Umfahrungsstrasse musste doch noch von einem Bürger erwähnt werden, der es nicht begreifen konnte, das der Naturschutz so mächtig auftreten kann um alle vorliegenden Pläne nicht zu akzeptieren. Damit die Umfahrung nicht ins Schilf führe, wünschte er sich einen neuen Ansatz für eine bessere Lösung der neuen Strassenführung.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter bei Linth24