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Amden
13.03.2022

«In Amden habe ich ein Stück Heimat gefunden»

Das Musikvideo zu ihrem Song «Via del Sol» drehte Janine Gassner nicht etwa am Strand von Mallorca, sondern in ihrem geliebten Wohnort Amden.
Das Musikvideo zu ihrem Song «Via del Sol» drehte Janine Gassner nicht etwa am Strand von Mallorca, sondern in ihrem geliebten Wohnort Amden. Bild: Janine Gassner
Janine Gassner kombiniert in ihren Liedern virtuose Alphörner und jazzige Trompeten. Und filmt das Musikvideo zu ihrem Song gleich auch in Amden – aus der Region, für die Region.

Schon als sie 5 Jahre alt war, begann Janine Gassner mit dem Musik machen – eine Leidenschaft, die in der Familie liegt. «Musik machen ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden», so die seit fast 3 Jahren in Amden wohnhafte Janine Gassner. «Ich brauche den kreativen Ausdruck für meine innere Balance und Lebensfreude.»

Mit Alphorn und Trompete

Kreativ ist ihre Musik allemal. In ihrem kürzlich erschienen Song «Via del Sol» finden sowohl einfühlsame Texte als auch ein Alpenhorn und ein Trompetenspiel Platz. Und ganz besonders: Das Musikvideo dazu drehte Janine Gassner nicht etwa am Strand von Mallorca (wie es der Titel vom Song zu vermuteten gegeben hätte), sondern in ihrem Wohnort – Amden.

Ein Stück Heimat gefunden

«Der Song beschreibt eine sehr persönliche Geschichte, die besser hierher passt», erklärt Janine Gassner und fährt fort: «Ausserdem wollte ich die schöne Bergkulisse von dieser Region zeigen, die in den letzten paar Jahren auch meine Heimat geworden ist.» Janine Gassner lebte nämlich bereits von 2019 bis 2021 im Dorf am Walensee. Nachdem sie dann ein paar Monate in Italien gelebt hat, wohnt sie seit Ende Januar 2022 wieder in Amden. «Ich fühle mich hier wohl, habe ein Stück Heimat und ein paar gute Freunde gefunden», so die Sängerin und ergänzt: «Man ist etwas näher bei der Natur hier oben.»

Schon kommt der nächste Song

Das Musikvideo von «Via del Sol» kam erst am 31. Januar 2022 raus, doch Janine Gassner hat bereits einen neuen Song in petto: «Frag wenn’d e Frag häsch». Der Song widmet sich dem Thema psychische Erkrankungen und ist am 9. März 2022 auf verschiedenen Streaming Diensten erschienen.

Auf die Frage, wieso sie darüber einen Song schreibt, hat Janine Gassner eine klare Antwort: «Psychische Erkrankungen werden immer noch stigmatisiert, und psychisch Erkrankte stigmatisieren sich oft selbst. Ich finde es einfacher, wenn man die Maske fallen lässt und über das sprich, was einen bedrückt.» Denn: «Oft habe ich erlebt, dass sich das Gegenüber in diesem Fall gerne und viel leichter öffnet», meint Janine Gassner und sie hebt hervor: «Es ist Zeit, dass wir achtsam und einfühlsam offen miteinander kommunizieren.»

Thematisieren und Mut machen

Mit ihrer Musik möchte Janina Gassner nämlich vor allem zwei Dinge erreichen: Thematisieren und Mut machen. «Es ist wunderschön, wenn nach einem Auftritt jemand aus dem Publikum kommt und sagt, dass er oder sie sich in der im Song beschriebenen Situation wieder gefunden hat», schwärmt Janine Gassner und resümiert: «Ich glaube, das ist der beste Lohn, den ein Musiker haben kann.»

Linda Barberi, Linth24